Die Idee ist relativ einfach: Wenn ein Arzt bei seinem Patienten Krebs diagnostiziert, so erstellt er eine Meldung mit den wichtigsten Inhalten. Wie alt ist der Patient, welches Geschlecht hat er, wo wohnt er? Gleiches praktiziert er für die Erkrankung: In welchem Stadium befindet sich der Tumor, welche Beschaffenheit hat er? All diese Informationen sendet der Arzt, meist noch über einen ausgedruckten Bogen per Post, an eine Meldestelle - das Krebsregister -, wo sie pseudonymisiert gespeichert werden. Folgen danach weitere Behandlungen wie Operationen, Bestrahlung oder Chemotherapie, gehen diese Hinweise ebenfalls an das Register. Und auch später, wenn der Patient die Nachsorge wahrnimmt, sendet der Arzt die Ergebnisse an die Meldestelle: Bleibt alles ruhig, kommt der Tumor zurück oder tritt Krebs an einer anderen Stelle auf? Zusammengenommen geben diese Daten eine riesige Faktenlage wieder. Im August 2012 hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf...