Schwierige Aufgaben musste Herakles - auch bekannt als Herkules - erledigen, um sich von seiner Schuld zu befreien: Er hatte, vom Wahnsinn geplagt, seine eigenen Kinder getötet und sollte nun zwölf Jahre Dienst bei seinem älteren Großcousin Eurystheus leisten und dabei zwölf Heldentaten vollbringen. Gleich bei der ersten sollte der Göttersohn ein gefährliches Tier töten - den Nemëischen Löwen, ein unverwundbares Wesen, das auf dem Peloponnes für Angst und Schrecken sorgte. Dessen Fell sollte der in Ungnade gefallene Herakles nun dem verhassten Erstgeborenen überbringen, doch der Löwe fiel weder durch Pfeile noch durch einen Keulenschlag. Der Heros musste ihn schließlich mit bloßen Händen erwürgen, und das Fell ließ sich nur mit den eigenen Krallen aufschneiden und abziehen. Herakles schneiderte sich schließlich daraus einen Umhang, der ihn selbst ebenfalls fast unverwundbar machte. Der Nemëische Löwe war jedoch nicht Herakles' einziger Kontakt mit diesen Raubkatzen: Zuvor schon war er gegen den Kithäronischen Löwen zu Felde gezogen, der im Land seines Stiefvaters Amphitryon Angst und Schrecken verbreitete - auch ihn tötete der Held der griechischen Mythologie.
Tatsächlich lebten noch in der Antike Löwen (Panthera leo) in Griechenland und auf dem südlichen Balkan bis ins südliche Serbien und in Bulgarien. Das belegen neben zahlreichen Heldengeschichten und Berichten zeitgenössischer Gelehrter wie Aristoteles auch umfangreiche Funde...
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