Das Erdöl steckt nicht nur im Tank von Autos: Es findet sich auch im Kunststoff der Armaturenbretter, im Gummi der Reifen, in Farben und Lacken, Schaumstoffen und Beschichtungen, in Seifen, Klebstoffen und Schmiermitteln. Eine vergleichbare Liste könnte man für den Arbeitsplatz aufstellen, für die Wohnung, für Medikamente und Kosmetika - schlicht für (fast) alles. Die meisten dieser Produkte, ohne die große Teile unseres Alltags nicht denkbar wären, gehen auf eine kleine Sammlung von petrochemischen Ausgangsstoffen zurück, die in gigantischen Mengen in tausende unterschiedliche Verwertungsketten fließen. Die große Masse dieser Grundchemikalien stammt aus fossilen Rohstoffen. Ob alltägliche Kunststoffe oder modernste Medikamente - all ihre Moleküle haben ein Gerüst aus Kohlenstoff, das aus einfachen Kohlenwasserstoffen zusammengesetzt wird: Ethen, Propen und Butadien, Paraffine, einfache Aromate wie Toluol und einige Alkohole und Ketone, die in Raffinerien aus Erdöl gewonnen werden. Doch was passiert, wenn es nicht mehr genug Öl gibt, wenn der Rohstoff immer teurer wird, weil man...