Regenwälder sind Wetterküchen, die weit über ihr Verbreitungsgebiet wirken. Von ihrem Wasserrecycling hängen ganze Ökosysteme und Millionen Menschen ab.
Die Warnung war unmissverständlich: Der "Brotkorb der Welt" sei gefährdet, weil die "schwebenden Flüsse" Südamerikas austrocknen könnten, mahnte der brasilianische Wissenschaftler Antonio Nobre von der nationalen Weltraumbehörde INPE vor zwei Jahren im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Inter Press Service. Der Grund: Die zunehmende Abholzung des brasilianischen Regenwaldes zerstöre auch den regionalen Wasserkreislauf und das Recycling der Regenfälle, welches das begehrte Nass auch in die zentralen Gegenden des Kontinents schaufelt. Ohne diese Wiederaufbereitung der Niederschläge wären diese Gebiete von häufigeren Dürren bedroht - und damit die Ernteerträge einer der wichtigsten Agrarzonen der Welt. Soja, Zucker, Getreide und Fleisch aus Südamerika ernährt Millionen Menschen rund um den Globus.
Obwohl dieser hydrologische Zyklus also von immenser Bedeutung für das Ökosystem Amazonien und die Welternährung ist, klafften bislang immer noch immense Lücken in seinem Verständnis: Schafft sich der Regenwald tatsächlich selbst einen Teil seiner Niederschläge? Warum regnet es...
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