Riesige Wassermassen wälzen sich den Mississippi hinab und bedrohen zahlreiche Städte an seinem Lauf. Droht auch New Orleans wieder ein Untergang? Oder verlagert der Fluss gar komplett seinen Lauf?
Daniel Lingenhöhl
Ein langer schneereicher Winter, gefolgt von Dauerregen im Frühling: Das sind die Grundlagen für ein Desaster, das sich gerade langsam entlang des Mississippi und seiner Nebenflüsse anbahnt. "Der Fluss führt sehr viel mehr Wasser als während des normalen Frühlingshochwassers üblich. Seit mindestens 70 oder 80 Jahren hatten wir keine derartigen Fluten mehr am Mississippi", beschreibt Denise Reed von der University of New Orleans, was auf ihre Metropole und andere Städte entlang des Stroms zurollt.
Um das Sechsfache ist der Mississippi an seinem Oberlauf bereits angeschwollen; in Memphis, Tennessee, lag der Pegel am Dienstag mehr als 14,6 Meter über dem normalen Maß. Dazu kämen die Wassermassen aus den großen Zuflüssen, so die Geowissenschaftlerin Reed: "Extremes Hochwasser erreicht das Deltagebiet und New Orleans nur, wenn alle wichtigen Nebenflüsse des Mississippi ebenfalls Hochwasser führen - und das ist dieses Jahr der Fall: Der...
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