Es war unerwartet schwierig, den unglaublichen Formenreichtum der zweidimensionalen Mandelbrot-Menge in einem räumlichen Gebilde zu realisieren. Vor wenigen Monaten ist es gelungen - und wieder eröffnen sich dank der fraktalen Geometrie atemberaubende Ansichten. In der bilderreichen Spektrum-Titelgeschichte Mandelbrot dreidimensional stellt Spektrum-Redakteur Christoph Pöppe sie Ihnen vor.
Außerdem berichten in der neuen Ausgabe zwei Forscher über Neue Strategien gegen Superkeime. Denn krank machende Bakterien entwickeln zunehmend Resistenzen
gegen gebräuchliche Antibiotika, oft sogar gegen mehrere zugleich. Innovative Forschung, so fordern Christopher T. Walsh von der Harvard Medical School und Michael A. Fischbach von der University of California in San Francisco, müsse der Medizin den dringend benötigten Waffennachschub verschaffen.
Außerdem im Heft: Phoenix auf dem Mars: Was die Landesonde über den Roten Planeten herausfand; Leben zum Selbermachen: Mit der synthetischen Biologie produzieren Forscher demnächst Organismen, die es bisher so in der Natur nicht gab;
Gewächshaus im Wolkenkratzer: Landwirtschaft in speziellen Hochhäusern spart Wasser und fossile Energien; und vieles mehr
In einem interdisziplinären Bericht beleuchten über 100 Forscher die Folgen des Klimawandels
für die Antarktis. Frappierende Erkenntnis: Bislang hat das Ozonloch den Kontinent
am Südpol vor Erwärmung geschützt. Doch das sollte sich in den nächsten Jahrzehnten ändern.
Bedienungsteil ade! Neueste Konsolen für Videospiele
sollen natürliche Gesten verstehen. Die Spieler
können dann mit vollem Körpereinsatz
einen digitalen Fußball kicken oder einen
Boxkampf gegen einen virtuellen
Gegner austragen.
Die Hinweise verdichten sich, dass die Wechselwirkung zwischen Lebensbedingungen und genetischen Faktoren ausschlaggebend für das Risiko ist,
an diesem tückischen Leiden zu erkranken.
Die jüngste Marslandemission gilt als beendet - doch die Auswertung
der Daten des Mars Phoenix ist in vollem Gange und noch für manche
Überraschung gut. Auch neue Fragen haben sich ergeben, und die Folgemissionen
zu ihrer Beantwortung sind schon in Vorbereitung.
Die ersten Katzen schlossen sich von sich aus den Menschen
an - jedoch nicht erst im alten Ägypten. Die Geschichte ihrer
Domestikation
erklärt ihr unabhängiges Wesen.
Mit der synthetischen Biologie werden Forscher demnächst
Organismen produzieren,
die es bisher so in der Natur nicht gab.
Neben Problemen der ökologischen Sicherheit, so analysieren zwei Philosophen, wirft dies auch
Fragen zur
Rolle der Wissenschaft und ihrer Verantwortung auf.
Krank machende Bakterien entwickeln zunehmend Resistenzen
gegen gebräuchliche
Antibiotika, oft sogar gegen mehrere zugleich. Nur innovative Forschung kann
der Medizin den dringend benötigten Waffennachschub verschaffen.
Es war unerwartet schwierig, den unglaublichen Formenreichtum
der zweidimensionalen Mandelbrot-Menge in einem räumlichen
Gebilde zu
realisieren. Vor wenigen Monaten ist es gelungen - und
wieder eröffnen sich atemberaubende Ansichten.
Die kürzlich entdeckten Zwergmenschen
("Hobbits") von der indonesischen Insel Flores
erscheinen noch seltsamer als bisher angenommen.
Vielleicht müssen die Anthropologen
nun manche Modelle zur Evolution des
Menschen revidieren.
Nahrungsmittelanbau in eigens dafür errichteten Hochhäusern spart Wasser und
fossile Energien. Die Umwelt bleibt von landwirtschaftlichen Schadstoffen verschont,
und Stadtbewohner haben stets frisches Obst und Gemüse vor der Haustür.
Eine neue Familie merkwürdiger Rechenverfahren wirft ein neues
Licht auf die Grenze zwischen leichten und schweren Problemen und
damit auf die härteste Nuss auf dem Gebiet der Komplexitätstheorie.
Herkömmliche Antriebsmechanismen scheitern in der Nanowelt an den speziellen
Bedingungen, die dort herrschen. Die Konstruktion von Motoren für
Roboter auf
dieser Größenskala ist deshalb eine besondere Herausforderung.
Der
Maschinenbauer Heiko von Tschischwitz gründete 1998 die
Firma "LichtBlick", die mittlerweile Marktführer im Bereich
Ökostrom ist. 2006 wurde er von der Zeitschrift "Capital" und
von der Umweltstiftung WWF zum Ökomanager des Jahres gewählt.
Ein Gespräch über einen rasanten Aufstieg, eine clevere
Energietechnik - und unternehmerischen Mut.
Forscher haben bereits mehr als 30 Stämme von Mäusen gezüchtet, die mit
verbesserten
kognitiven Fähigkeiten aufwarten. Von den Nagern erhoffen sie sich Erkenntnisse darüber, wie sich auch das menschliche Gehirn auf
Trab bringen lässt. Doch möglicherweise hätte derlei IQ-Tuning einen hohen Preis.