Spektrum der Wissenschaft August 2008

Dass auf die Vergangenheit die Zukunft folgt, könnte kosmologisch gesehen nur ein lokales Phänomen sein. Überraschend auch, dass Pferde Winterschlaf halten und Medikamente, die einen Tumor von der Blutzufuhr abschneiden sollen, zunächst das genaue Gegenteil erreichen. Wissenschaftler stellen die ersten Nano-Bleistifte vor und weisen nach, dass Lachspopulationen im Rhythmus des Klimas schwanken.
Außerdem: Was die Digitalkameras der Zukunft leisten, was verzerrte Tetraeder mit Festkörperphysik zu tun haben und natürlich der zweite Teil unserer Serie über Archäologie in Westafrika.

Viel Spaß!

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Laserskalpell mit Tiefenwirkung

 
16
Bei der fotodynamischen Therapie macht ein Sensibilisator Zellen empfindlich gegenüber Laserstrahlung. Eine neue Lichtantenne verbessert die Präzision dieser Methode und erweitert ihre Einsatzmöglichkeiten.

Superrechner mit Playstation-Chips

 
19
Der schnellste Computer der Welt vollführt eine Billiarde elementarer Rechenakte in der Sekunde – und wurde zu wesentlichen Teilen in Böblingen entworfen.

Leuchtende Lügen

 
21
Herkömmliche Lügendetektortests sind nur bedingt verlässlich. Nun sollen Magnetresonanz-Hirnaufnahmen verraten, ob eine Person die Wahrheit sagt. Ist ihnen eher zu trauen?

Springers EINWÜRFE

Themen

Der kosmische Ursprung des Zeitpfeils

 
26
Zu den grundlegenden Tatsachen unseres Lebens gehört, dass die Zukunft anders aussieht als die Vergangenheit. Doch unter kosmologischen Gesichtspunkten ist diese Asymmetrie der Zeit vielleicht nur ein lokales Phänomen.

Wissenschaft im Rückblick

Themen

Gebändigte Blutgefäße

Gebändigte Blutgefäße

 
36
Paradox: Medikamente, die eigentlich einem Tumor die Blutzufuhr kappen sollen, normalisieren stattdessen zunächst seine chaotischen Gefäße – und öffnen damit ein Zeitfenster für seine Zerstörung.
Wildpferde

Der versteckte Winterschlaf der Wildpferde

 
46
Prschewalski- oder Urwildpferde drosseln in der kalten Jahreszeit ihre Aktivität, ihre Körpertemperatur und ihren Stoffwechsel – und damit ihren Energieverbrauch. Hierdurch sind sie auf die harten Winter der Mongolei gut vorbereitet.
Im Wechselbad des Klimas

Im Wechselbad des Klimas

 
54
Die Temperaturen von Atlantik und Pazifik schwanken im Verlauf von Jahrzehnten – mit weit reichenden Auswirkungen. Die rätselhaften Oszillationen könnten vorübergehend sogar die globale Erwärmung aufhalten.
Ausgrabungen in Mali

Wie begann Afrikas Jungsteinzeit?

  (kostenfrei)
62
Fast 12 000 Jahre alte Keramik aus Mali stellt das Lehrbuchwissen über die "neolithische Revolution" in Frage. Bedeuten diese Funde, dass die Jungsteinzeit ihren Anfang auf dem Schwarzen Kontinent nahm?
Gepflasterte Materie

Gepflasterte Materie

 
68
Um kristalline Materialien besser zu verstehen, suchen Chemiker nach ganzheitlichen Beschreibungsmethoden für deren atomare Struktur. Scheinbar längst überholte Ideen vom Aufbau der Materie stellen sich als hilfreich heraus.
Die Zukunft der Digitalfotografie

Die Zukunft der Digitalfotografie

 
78
Ist das bewegliche Motiv verschwommen oder ein Bildteil unscharf, lassen sich Fotos bislang kaum retten. Neue Techniken schaffen Abhilfe: Forscher erproben, wie Fotografen immer mehr Eigenschaften ihrer Bilder nachträglich verändern können.

Wissenschaft im Alltag

Themen

Wunderstoff aus dem Bleistift

  (kostenfrei)
86
Graphen, eine kürzlich entdeckte Form von Kohlenstoff, verspricht nicht nur interessante praktische Anwendungen, sondern bietet auch neuartige grundlegende Physik.

Mathematische Unterhaltungen

Mathematik-Kunst-Wettbewerb: Die Ergebnisse

  (kostenfrei)
94
Das vom Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach entwickelte Programm "Surfer" erzeugte in den Händen der Wettbewerbsteilnehmer Hunderte von algebraischen Flächen – und, durch Zweckentfremdung, einige überraschende Bildwerke.

Junge Wissenschaft

Rezensionen

Schweres leicht gedacht

 
100
Michael Springer über "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?" von Richard David Precht

Der größte Star unter den Urtieren ist ein Vogel

 
100
Ursula Göhlich über "Archaeopteryx" von Peter Wellnhofer

Das Gehirn im Doppelpack

 
102
Malte Jessl über "Das Gehirn" von Hans Günter Gassen sowie "Das Gehirn" von Norbert Herschkowitz

Vom Handwerkersohn zum Fürsten der Mathematiker

 
104
Christoph Pöppe über "Gauß" von Hubert Mania

Chemiereaktor Pflanze

 
104
Kathrin Daub über "Chemie für alle Jahreszeiten" von Georg Schwedt

Vorschau

Themen

Mars-Raumschiff

Koroljows geheimes Marsprojekt

  ist PLUS
Russland wollte schon im Jahre 1974 einen Menschen zum Roten Planeten schicken und entwickelte dafür die mächtige Trägerrakete N 1. Bislang galt diese als eine reine Mondrakete, die in Konkurrenz zur Saturn 5 der USA entwickelt wurde. Nun muss die Geschichte der bemannten sowjetischen Raumfahrt in Teilen umgeschrieben werden.
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