Spektrum der Wissenschaft August 2009

Ist die Erklärung für die beschleunigte kosmische Expansion viel einfacher als bisher gedacht? Zwei Kosmologen der University of Oxford gehen in unserer Titelgeschichte der Frage nach, ob wir auf die rätselhafte Dunkle Energie verzichten könnten. Wir müssten dazu nur annehmen, dass wir in einer kosmischen Region unterdurchschnittlicher Dichte leben. Himmelsbeobachtungen könnten ihre Hypothese bereits in wenigen Jahren bestätigen.

Außerdem zeigt unsere Augustausgabe, dass Virologen auch jenseits von Pandemien alle Hände voll zu tun haben: Ein Bioinformatiker berichtet von der "Computerjagd auf den Aidserreger" und Hans-Georg Kräusslich betrachtet "Die Macht der Viren" im Licht moderner Genforschung.

Und schließlich wartet unser Interview mit Carl Friedrich Gethmann auf Sie: "Philosophieren in der Krise" - was haben wir davon?

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Springers EINWÜRFE

Themen

© NASA / ESA

Umstrittene Dunkle Energie

 
26
Sie soll Beobachtungen erklären, die von den meisten Kosmologen als beschleunigte Expansion des Alls interpretiert werden. Doch nun kommt eine ganz andere Deutung in Frage: Unsere Galaxis liegt vielleicht inmitten einer gigantischen Leere.
© David Emmite

Lineale aus Licht

 
34
Erst vor wenigen Jahren wurden sie als wissenschaftliches Werkzeug entdeckt: Optische Frequenzkämme revolutionieren Grundlagenforschung und Technik. Denn mit ihnen lassen sich Frequenzen von Lichtwellen ebenso wie Zeitintervalle mit höchster Präzision messen.

Schlichting!

Im Rückblick

Themen

© Swedish Space Coperation (SSC)

Über die Leichtigkeit des Seins

 
48
Manche Erkenntnisse lassen sich nur gewinnen, wenn Forscher und ihre Experimente der Schwerkraft (fast) entfliehen – und sei es für Minuten oder Sekunden. Versuche in der Mikrogravitation dienen Biologen und Materialwissenschaftlern ebenso wie Planetenforschern.
&cioy; Cynthia Goldsmith

Die Macht der Viren

 
54
Nicht erst seit dem Aufkommen der Schweinegrippe zählt die Virologie zu den spannendsten Gebieten der Biologie. Von ihren Erkenntnissen hängt das Überleben von hunderttausenden Menschen ab – jährlich.
© iStockphoto / Stefan Klein

Computerjagd auf das Aidsvirus

 
62
Resistenzen sind das gravierendste Problem bei so wandlungsfähigen Viren wie dem Aidserreger HIV. Wie kann man den Infizierten helfen? Die Antwort erfordert umfassende Informationen über Varianten von HIV – und Computerhilfe.

Mathematische Unterhaltungen

© Carlo H. Séquin, EECS, UC, Berkeley

Das Elfzell

 
68
In vier Dimensionen können Dreiecke in ungeahnter Weise ineinander verschlungen sein.

Essay

© Johannes Wütscher, Heidelberg

Philosophieren in der Krise

  (kostenfrei)
72
Die Unsicherheit ist groß, zumal in der Wirtschaftskrise. Naturwissenschaft häuft immer neue Entdeckungen an, auch die wollen interpretiert werden. Wer kann uns Wege durch schwierige Zeiten weisen? Wir fragten den Philosophen Carl Friedrich Gethmann.

Themen

© Dan Fagin

Kinder im Smog

  (kostenfrei)
78
Luftverschmutzung wirkt sich schon im Mutterleib schädlich aus, wie eine Studie in China aufzeigt. Auch wenn die Unterschiede klein sind: Betroffene Kinder entwickeln sich schlechter.

Wissenschaft im Alltag

Es grünt so grün ...

 
86
Vom Grasdach bis zur blühenden Oase in luftiger Höhe: Dachbegrünung erfreut nicht nur das Auge, sondern nutzt auch der Umwelt und spart Geld.

Themen

© Wilhelm Barthlott, Uni Bonn

Selbstreinigende Materialien

 
88
Von der Fähigkeit der Lotuspflanze, Schmutz abzuweisen, haben Forscher gelernt, die Benetzbarkeit von Oberflächen zu variieren. Anwendungen reichen von Stoffen, auf denen Flecken keine Chance haben, über Spiegel, die nicht beschlagen, bis zu Badeanzügen, die nicht nass werden.

Wissenschaft und Karriere

© Helmholtz-Gemeinschaft

"Ich musste mich entscheiden, ob ich ins kalte Wasser springe"

 
96
Vor neun Jahren wechselte der erfolgreiche Quantenoptiker Jürgen Mlynek aus der Forschung ins Forschungsmanagement, an die Spitze der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2005 ist er als Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft der Großforschungszentren verantwortlich für einen Etat von 2,8 Milliarden Euro und fast 28 000 Mitarbeiter.

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Anatom der ersten Stunde

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