Wie gelangten die indogermanischen Sprachen nach Europa? Antworten auf diese Frage sucht die Sprachwissenschaftlerin Ruth Berger in unserer Titelgeschichte. Denn Archäologen streiten darüber, ob die heute in Europa dominanten Sprachen mit Steppenvölkern der Kupferzeit aus Südrussland kamen - oder ob die ersten Bauern aus Anatolien sie Jahrtausende früher mitgebracht hatten. Statistische Sprachanalysen passen zur Anatolienthese, doch genetische Untersuchungen scheinen zu zeigen, dass die Wahrheit über die Ausbreitung des Indogermanischen noch komplizierter ist.
Die noch rätselhafte Dunkle Materie soll eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Galaxien spielen. Besonders in den Satellitengalaxien der Milchstraße würden sich ihre Einflüsse bemerkbar machen. Doch nun steht Das kosmologische Standardmodell auf dem Prüfstand. Denn Beobachtungen in unserer kosmischen Nachbarschaft nähren Zweifel an der Existenz dieser Materieform.
Außerdem im Heft: Die Evolution der Minerale: Fast alle heutigen Mineralie sind erst im Lauf der Erdgeschichte entstanden; Echter als die Wirklichkeit?: Damit Computerspiele nicht mehr künstlich wirken, ist noch viel zu tun; Sein oder nicht sein im Gehirn: Offenbar überleben nur solche Gehirnzellen, die bei anspruchsvollen Lernaufgaben gefordert werden; und vieles mehr
Erstmals ist es gelungen, das
Sterben eines massereichen
Sterns dreidimensional zu simulieren.
Die Rechnungen zeigen,
dass gewaltige Umwälzströmungen
am Anfang der Explosion
die bei Supernova-Überresten
beobachteten Asymmetrien und
Dichteunterschiede hervorbringen.
Der jüngste Coup des Genpioniers Craig Venter machte wieder einmal Schlagzeilen.
"Erste synthetische Zelle erzeugt" oder "Wissenschaftler spielen Gott" titelten die Medien.
Was steckte wirklich dahinter?
Wissenschaftler haben den Schlüssel zum Jungbrunnen von Strudelwürmern gefunden -
und damit ein wichtiges Werkzeug für die Stammzellforschung, die auch dem Menschen
ungeahnte Möglichkeiten zur Erneuerung verheißt.
Die noch rätselhafte Dunkle Materie soll eine zentrale Rolle bei der Entwicklung
von Galaxien spielen. Besonders in den Satellitengalaxien der Milchstraße
würden sich ihre Einflüsse bemerkbar machen. Doch Beobachtungen in unserer
kosmischen Nachbarschaft nähren Zweifel an der Existenz dieser Materieform.
Täglich entstehen in unserem Denkorgan neue Nervenzellen. Doch die meisten davon sterben
schon bald wieder ab. Warum? Forscher glauben:
Diese Neurone sind für bestimmte
Lernvorgänge wichtig
- und überleben nur, wenn sie dabei so richtig gefordert werden.
Längst nicht alle dieser besonderen Spinnentiere krabbeln auf extrem langen Beinen
umher. Ihre bisher tausende Arten verblüffen mit vielen raffinierten Anpassungen.
Das meiste davon harrt wohl noch der Entdeckung - wie auch ihre wirkliche Vielfalt.
Die biedere Geometrie der Ebene bietet überraschenderweise Probleme, die
ein Dreivierteljahrhundert einer Lösung widerstanden haben. Erst die modernsten
Verfahren der numerischen Optimierung brachten den Durchbruch.
Nach dem Zeitverständnis des Alten Orients lag das Ideal von
Gesellschaft und Staatswesen keineswegs in einer besseren Zukunft,
sondern in einer fernen Vergangenheit.
Fast alle heute bekannten Minerale haben sich erst im Lauf der Erdgeschichte entwickelt. Mehr als die Hälfte verdankt ihre Existenz dem Leben in Form Fotosynthese treibender Organismen.
Fotorealismus, 60-mal pro Sekunde - so lautet das Ziel der milliardenschweren
Computerspiele-Industrie. Erst dann könnten interaktive
virtuelle Welten
nicht mehr von der Wirklichkeit zu unterscheiden sein.
Der Gipfel des hawaiianischen Vulkans Mauna Kea ist einer der besten Plätze
für die professionelle Astronomie. Der Besuch der Mauna Kea Observatories ist auch
für die allgemeine Öffentlichkeit möglich und verspricht einzigartige Einsichten
in die modernsten Sternwarten und die faszinierende Natur des 4205 Meter hohen
Vulkanbergs.