Max Planck - Spektrum der Wissenschaft Biografie 1/2008

Am 19.10.1900 beginnt unbemerkt eine Revolution in der Physik. An diesem Tag stellt Max Planck ein neues Strahlungsgesetz vor. Es beschreibt die Energieverteilung der Wärmestrahlung. Später wird klar, dass dieses Gesetz mit der klassischen Physik unvereinbar ist. Es erfordert eine Revolution im Verständnis von Strahlung und Energie: Die Strahlung besteht aus Energiepaketen, den „Quanten“. Planck steht den Konsequenzen dieser Revolution lange skeptisch gegenüber; er liebt das Bewährte.

Plancks wissenschaftliches Erbe hat nicht nur die Physik verändert. Die Quantenphysik hat neue Fragen aufgeworfen und modernste Technologien ermöglicht. Vor welche Rätsel stellt uns das Verständnis von Strahlung, Materie und Energie heute? Wie entstehen wissenschaftliche Revolutionen? Welche Rahmenbedingungen braucht die Wissenschaft? Diese Fragen sind heute so aktuell wie zu Lebzeiten Plancks.

(20. Juni 2008)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

 
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Prolog

 
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Gesprengte Rahmen – Entdeckungen mit Tragweite

 
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Dass Max Plancks Beschreibung der Energieverteilung von Wärmestrahlung eine wissenschaftliche Revolution einleitete, wurde auch ihm selbst nur allmählich klar. Tatsächlich aber ist seine Entdeckung mit den Umbrüchen vergleichbar, die Kopernikus oder Darwin auslösten. Indem Planck die klassische Physik zu vollenden suchte, untergrub er ihr Fundament.

Max Planck - Manchmal findet man das Unvorstellbare

 
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In einer Zeit der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbrüche gerät selbst die scheinbar so wohlgeordnete Welt der Physik aus den Fugen. Plancks wissenschaftliche Erfolge stehen im Kontrast zu seinem Privatleben, das von großer Tragik überschattet ist.

Springende Quanten – Was entdeckte Planck?

 
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Mitten im Spannungsfeld der Physik des ausgehenden 19. Jahrhunderts stößt Planck auf sein Schicksalsthema, das Problem der Wärmestrahlung. Doch hier erwarten ihn große Hindernisse. Der Ausweglosigkeit aus theoretischen Problemen begegnet er schließlich mit einer physikalischen Verzweiflungstat.

Vernetzte Köpfe – Wie entsteht Wissen?

 
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Albert Einstein und Walter Nernst, Niels Bohr und Arnold Sommerfeld, Werner Heisenberg und Erwin Schrödinger. Die Quantenmechanik entsteht als gemeinsames Werk dieser und vieler weiterer großer Forscher. Erst um das Jahr 1927 ist die Theorie in ihren Grundprinzipien abgeschlossen.

Offene Räume – Wie organisiert man Wissenschaft?

 
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Mit seiner Tätigkeit in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (der späteren Max-Planck-Gesellschaft) ebenso wie in anderen Forschungsorganisationen während seiner zweiten Lebenshälfte prägt Planck die deutsche Wissenschaftslandschaft. Im Nationalsozialismus lässt er sich zunächst auf zweifelhafte Kompromisse ein.

Lebendige Forschung – Was machen Plancks Erben?

 
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Heute widmen sich die Institute der Max-Planck-Gesellschaft mit ihren 12000 Mitarbeitern langfristigen Aufgaben der Grundlagenforschung im Dienst des wissenschaftlichen Fortschritts.

Kurzlebenslauf Max Planck

 
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