Große Fragen - Spektrum der Wissenschaft Denkanstöße 2011

Für eine breite Leserschaft zu beschreiben, was die Wissenschaft über die Welt und die Position des Menschen darin zu sagen hat, daran haben sich viele Forscher versucht und dabei Werke von zeitlosem Wert geschaffen. In Zusammenarbeit mit dem S. Hirzel Verlag hat "Spektrum der Wissenschaft" für Sie neun Bücher zusammengestellt, die unser heutiges Verständnis der Welt von der Physik bis zur Philosophie exemplarisch beleuchten. Diese Werke, unter anderem von Carl Friedrich von Weizsäcker, Werner Heisenberg und Ernst Mayr, präsentieren wir Ihnen hier in ausgewählten Auszügen. Daneben haben wir neun Autoren aus dem Umfeld von "Spektrum der Wissenschaft" gebeten, die ausgewählten Bücher noch einmal zu lesen und zu kommentieren. Diese Kommentare finden Sie jeweils hinter den Buchauszügen.

Die Essays zu den Büchern sind ursprünglich im Rahmen eines "Bloggewitters" auf der von "Spektrum" initiierten Internet-Plattform SciLogs erschienen: scilogs.de/denkanstoesse. Auch Sie können dort mitdiskutieren.
(31. Mai 2011)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Carl Friedrich von Weizsäcker: Der begriffliche Aufbau der theoretischen Physik

 
6
Der Kommentar von Markus Pössel: Brückenschlag zwischen zwei Welten - "Auch heute noch ist von Weizsäckers Buch anregender Lesestoff für Physiker, welche die Grundlagen dessen, was sie da tun, erkunden wollen."

Werner Heisenberg: Physik und Philosophie

 
14
Der Kommentar von Michael Springer: Kampf um die Einheit der Physik - "Die Kopenhagener Deutung schmiegt sich dem mathematischen Formalismus der Quantenmechanik an wie ein gut sitzender Maßanzug aus dem soliden Stoff einer philosophisch angereicherten Umgangssprache."

Gerhard Vollmer: Was können wir wissen? Band 1 + 2

 
22
Der Kommentar von Ulrich Frey: Unvollkommene Anpassungen - "Die evolutionäre Erkenntnistheorie hat eine schon von Immanuel Kant gestellte schwierige philosophische Frage beantwortet: Warum passen die Kategorien unseres Gehirns überhaupt auf die Strukturen der Welt?"

Ernst Mayr: Konzepte der Biologie

 
32
Der Kommentar von Thomas Grüter: Die Triebfeder des Lebens - "Evolution hat keine Richtung und kein Ziel, so dass der Begriff Höherentwicklung keinen Sinn ergibt. Die Menschen sind denn auch keineswegs die höchsten aller Lebewesen, sondern haben sich durch Zufall aus einer Folge von Affenarten entwickelt."

Volker Sommer: Darwinisch denken

 
42
Der Kommentar von Wolfgang Achtner - "Wer sich von eigenständigem Denken, ideologiekritischem Diskurs und dem Infragestellen lieb gewonnener Vorurteile nicht abschrecken lässt, kommt bei diesem Buch auf seine Kosten."

Franz M. Wuketits: Der freie Wille

 
50
Der Kommentar von Wolfgang Achtner - "Das Buch versteht sich als Beitrag dazu, die insgesamt metaphysikkritische Tendenz des darwinschen Denkens fortzuschreiben. Dabei verbindet es die evolutionäre Religionstheorie mit den Neurowissenschaften und dem philosophischen Naturalismus."

Rüdiger Vaas: Schöne neue Neuro-Welt

 
60
Der Kommentar von Michael Groß: Verschmelzung von Elektronik und Biologie- "Die Einbindung des Gehirns in das Gefüge des wissenschaftlich Verstehbaren und technisch Beherrschbaren beraubt uns womöglich unserer Identität."

Mario Bunge / Martin Mahner: Über die Natur der Dinge

 
72
Der Kommentar von Elmar Diederichs: Wie entsteht Geist aus Materie?- "Sind Gedanken nur Gehirnprozesse?" Kommentar von Michael Blume: Scharfsinnige Begriffsarbeit – "Die Materie ist keineswegs tot – und der Materialismus auch nicht."

Edgar Dahl (HG.): Brauchen wir Gott?

 
86
Der Kommentar von Josef Honerkamp: Streben nach Geborgenheit - "Es muss etwas geben, das jeder Mensch als seelische Stütze braucht, und dieses Etwas muss ein noch stärkeres Bedürfnis sein als der Glaube an Gott. Es muss noch fester in unserem Wesen verankert und uns durch die Evolution eingeprägt sein."
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