Spektrum der Wissenschaft Dezember 2011

Die Versorgung mit Energie wird das Schicksal der Menschheit entscheidend beeinflussen. In Teil 1 unserer neuen Serie "Zukunft der Energie" beleuchtet der Physiker und Journalist Bernd Müller Stand und Perspektiven der Solarenergie. Die Energie der Sonne ist kostenlos, doch welchen Preis zahlen wir für ihre Nutzung?

Während die einen Wissenschaftler Licht immer effizienter nutzen, versuchen andere, es zu erzeugen: Die Grüne Welle für den Laser, bis vor einigen Jahren noch ein Traum, steht heute vor der Serienreife. Diesen Durchbruch verdanken wir einem deutschen Forscherteam, das exklusiv in Spektrum vom langen Weg zur grünen Laserdiode berichtet. Dank ihr könnten Smartphones bald mit winzigen Laserprojektoren große, hoch aufgelöste Bilder an die Wand werfen.

Ob von der Sonne oder aus dem Labor: Unser Auge nimmt Licht mit einem zusätzlichen Sinnesorgan wahr, das von den Physiologen lange unentdeckt blieb. Der Biologe Ignacio Provencio berichtet, warum Das zweite Auge für unseren Tag-Nacht-Rhythmus unentbehrlich ist.

Außerdem im Heft:
Dem Mars auf die Pelle gerückt: Vor welchen Herausforderungen stehen interplanetare Missionen?; 14C und die Chronologie Ägyptens und Ein Puzzle besonderer Art: Ägyptologen setzen die Geschichte des Nilstaats zusammen; und selbstverständlich berichten wir ausführlich über die Nobelpreise 2011!

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Das Universum startet durch

Das Universum startet durch

 
12
1998 entdeckten Kosmologen völlig unerwartet, dass sich die Ausdehnung des Kosmos nicht verlangsamt, sondern beschleunigt. Dafür erhielten sie nun den Nobelpreis für Physik.
Wachposten des Immunsystems

Wachposten des Immunsystems

 
15
Der diesjährige Medizin-Nobelpreis geht an Bruce Beutler, Jules Hoffmann und Ralph Steinman. Die drei Immunologen haben mit ihrer Arbeit entscheidend zum Verständnis der körpereigenen Abwehr beigetragen und damit den Weg für bessere Impfstoffe und Therapien geebnet.
Kristalle mit unmöglicher Symmetrie

Kristalle mit unmöglicher Symmetrie

 
18
Seit der bahnbrechenden Entdeckung des diesjährigen Chemie-Nobelpreisträgers sind Kristalle nicht mehr das, was sie einmal waren. Dan Shechtman vom Institut für Materialwissenschaften der Universität Haifa erkannte als Erster, dass es Festkörper gibt, deren Atome regelmäßig, aber nicht periodisch angeordnet sind.
Ursache und Wirkung in der Makroökonomie

Ursache und Wirkung in der Makroökonomie

 
21
Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an Thomas J. Sargent und Christopher A. Sims für ihre methodischen Beiträge zur empirischen Makroökonomie. Die beiden Forscher haben neue Verfahren entwickelt, mit denen Ursache-Wirkungs-Beziehungen im Wirtschaftsgeschehen überprüft werden können.

Springers EINWÜRFE

Themen

Das zweite Auge

Das zweite Auge

 
26
Besondere Nervenzellen in der Netzhaut vermitteln dem Hirn Lichteindrücke jenseits des Sehens. Die Entdeckung dieses weiteren Sinnesorgans könnte für manche Krankheiten wichtig sein, die auf Rhythmusstörungen oder Lichtmangel zurückgehen.
Dem Mars auf die Pelle gerückt

Dem Mars auf die Pelle gerückt

 
32
In diesen Wochen will das Mars Science Laboratory an die Erfolge der Marssonde Phoenix anknüpfen. 2008 hatte sie Hinweise darauf gefunden, dass der Rote Planet vielleicht doch nicht so lebensfeindlich ist wie lange gedacht. Der Phoenix-Chefwissenschaftler berichtet über Herausforderungen und Überraschungen bei interplanetaren Missionen.

Schlichting!

Physikalische Unterhaltungen

Die Unruh, das Pendel und der Schmetterlingseffekt

Die Unruh, das Pendel und der Schmetterlingseffekt

 
44
Das biedere Pendel gibt nicht nur der Wanduhr - und in der Spiralfedervariante der mechanischen Armbanduhr - ihren genauen Gang. Wenn es einen Überschlag machen darf, kann es sogar Chaos produzieren.

Themen

C-14 und die Chronologie Ägyptens

14C und die Chronologie Ägyptens

 
48
Bei der Entwicklung der Radiokohlenstoffmethode vor mehr als 60 Jahren dienten Funde aus dem Reich der Pharaonen als Referenz. Heute versuchen umgekehrt Naturwissenschaftler ihren Teil dazu beizutragen, offene Fragen der ägyptischen Chronologie zu beantworten.
Ein Puzzle der besonderen Art

Ein Puzzle der besonderen Art

 
56
Ägyptologen setzen die Chronologie des Nilstaats aus einer Vielzahl von historischen Informationen zusammen: von Tempelinschriften bis hin zu Zeitangaben auf Weinkrügen.
Sonnige Zeiten

Energie der Zukunft, Teil 1: Sonnige Zeiten

 
68
Die Fotovoltaik boomt, und solarthermische Kraftwerke stehen in den Startlöchern: Strom aus Sonnenlicht stellt eine wichtige Säule für die zukünftige Energieversorgung dar. Dennoch bleiben noch viele Hausaufgaben zu erledigen, bis die Sonne fossile Energiequellen vollständig ablösen kann.

Interview

Eicke Weber

Apostel der Solarwende

 
72
Seit 2006 leitet Eicke Weber das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg, das größte europäische Forschungsinstitut für Solarenergie. Daneben hat er einen Lehrstuhl für Solare Energiesysteme an der Universität Freiburg inne. Im Interview erläutert Weber, warum er die Solarwende für unausweichlich hält.

Themen

Grüne Welle für den Laser

Grüne Welle für den Laser

  (kostenfrei)
78
Mobile elektronische Geräte werden immer kleiner. Dennoch sollen sie großformatige Bilder erzeugen. Bislang fehlte jedoch ein echter grüner Laser. Jetzt haben deutsche Forscher den Durchbruch geschafft - exklusiv in "Spektrum" berichten sie, wie es ihnen gelang.

Extra

Herausforderung für die Informatik

Datengetriebene Forschung - Herausforderung für die Informatik

  (kostenfrei)
6
Auf allen Gebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften gewinnt eine Arbeitsmethode an Bedeutung, bei der die Analyse von sehr großen Mengen an Daten zu neuen Erkenntnissen führt. Mit welchen technischen und organisatorischen Maßnahmen kann die Informatik eine solche datengetriebene Forschung unterstützen?
Die Millennium-II-Simulation

Der Kosmos im Computer

  (kostenfrei)
10
Die Arbeitsgruppe "Theoretische Astrophysik" schlägt eine Brücke vom Universum kurz nach dem Urknall bis zur Gegenwart. In den fortgeschrittensten Supercomputersimulationen untersuchen die Forscher, wie sich aus der einst homogen verteilten Materie die heutige Vielfalt von Galaxien entwickeln konnte.
Linker-Histon

Das biomolekulare Erkennungspuzzle

  (kostenfrei)
14
Proteine sind die Funktionsträger des Lebens. Um ihre Wechselwirkungen mit anderen Molekülen besser zu verstehen, setzen Forscher zunehmend rechnergestützte Methoden ein. Computersimulationen von Proteininteraktionen leisten auch einen immer wichtigeren Beitrag zum Design von Wirkstoffen gegen Krankheiten und in der Biotechnologie.
Zerren an Biomolekülen

Zerren an Biomolekülen im Computer

  (kostenfrei)
18
Mechanische Kräfte sind lebenswichtig - im großen wie im kleinen Maßstab. Eine Forschungsgruppe am Heidelberger Institut für Theoretische Studien untersucht ihre Wirkung auf der kleinsten Ebene: vom Protein bis hin zur einzelnen chemischen Bindung.
DNA-Stammbaum

Hochleistungsrechner und der Stammbaum des Lebens

  (kostenfrei)
22
Eine wahre Flut von DNA-Daten ermöglicht inzwischen immer präzisere Rekonstruktionen von Stammbäumen - im Prinzip jedenfalls. In der Praxis überfordert die Suche nach der optimalen Lösung auch die leistungsfähigsten Computer. Die Herausforderung heißt deshalb, die Effizienz der Programme für Näherungslösungen zu steigern.
Pfade im Informationsdschungel

Pfade im Informationsdschungel

  (kostenfrei)
26
Wer die verschlungenen Wege des Stoffwechsels erforscht, benötigt Orientierungshilfe. Die Datenbank SABIO-RK hilft mit allerlei Finessen der Informatik, benötigte Daten in der Flut an Publikationen zu finden.
semantisches Netz

Kreativ durch Analogien

  (kostenfrei)
30
Gleiche Strukturen erkennen bei Dingen, die auf den ersten Blick nichts miteinander gemein haben: Das ist das Arbeitsprinzip, mit dem die interdisziplinäre Computerlinguistik ihre Erfolge erzielt.
Das Very Large Telescope der ESO in Chile

Virtuelle Forschungsumgebungen für morgen

  (kostenfrei)
34
Um Wissenschaftlern die Infrastruktur bieten zu können, die sie für ihre Arbeit in der Zukunft brauchen, müssen Hochschulen und außeruniversitäre Institutionen ihre Kräfte bündeln und neue Wege beschreiten.
Logo wikipedia

Wissenschaft braucht Vernetzung

  (kostenfrei)
38
Forscher können der rapide anwachsenden Datenmengen nur Herr werden und sie zum rascheren Erkenntnisgewinn nutzen, wenn sie ihre Rolle als Mitglieder eines großen Netzwerks verstehen und akzeptieren. Dies erfordert neue Formen des Umgangs mit urheberrechtlichen Fragen und neue Modalitäten der Zusammenarbeit.

Rezensionen

Böse Philosophen

Treffpunkt der Freigeister

 
85
Michael Springer über "Böse Philosophen" von Philipp Blom
Ein Schaubild der Mathematik

Das Buch für die verlängerte Kaffeepause

 
86
Heinz Klaus Strick über "Ein Schaubild der Mathematik" von Dmitry Fuchs und Serge Tabachnikov
Crash

Der Weltuntergang - gerade noch abgewendet

 
89
Christoph Pöppe über "Crash" von Mark Alpert

Wissenschaft im Rückblick

Vorschau

Weitere Rubriken

Bunter Neuronenwald

Der Dendriten-Kode

  ist PLUS
Der Biologe Hermann Cuntz erforscht die Anatomie von Nervenzellen - am Computer. Er hat die architektonischen Prinzipien von Dendriten entschlüsselt und kann mit einer einfachen Formel ihre Baumstruktur nachbilden.
Top