Moleküle im Wandel - Spektrum der Wissenschaft Dossier 1/2008

Aufbruch der Chemie in eine grüne Zukunft

Chemie ist das was kracht und stinkt: Dieses alte Klischee stimmt längst nicht mehr. Auch in dieser Disziplin, einst als einer der größten Naturverschmutzer verschrien, steht Umweltfreundlichkeit heute an erster Stelle.

So paradox es klingen mag, inzwischen hat sich eine grüne Chemie etabliert, die immer mehr Anhänger findet. Sie orientiert sich an biologischen Vorbildern und versucht Synthesen so zu gestalten, dass keine gefährlichen Stoffe eingesetzt werden oder giftige Abfälle entstehen. Dabei helfen genauere Einblicke in die Mechanismen von Reaktionen und in die Wirkungsweise von Katalysatoren. Zugleich werden Methoden entwickelt, Abwässer kostengünstig von schwer abbaubaren Schadstoffen zu reinigen.

Das Dossier "Moleküle im Wandel" gibt einen Einblick in diese faszinierende Entwicklung, berichtet daneben aber auch über viele weitere interessante Erkenntnisse aus dem Reich der Chemie.

(11. Januar 2008)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Der Widerspenstigen Zähmung

 
6
Maßgeblich für die Syntheseplanung sind heute präzise Kenntnisse der elementaren Reaktionsschritte.

Lego mit Molekülen

 
12
Aus molekularen Bauklötzchen lassen sich Nanostrukturen beliebiger Form zusammenfügen.

Prägen und Gießen von Molekülen

 
20
Verfahren aus der Metallurgie und Kunststoffverarbeitung eignen sich auch zur Synthese maßgeschneiderter Moleküle.

Explodierende Moleküle

 
26
Auseinanderfliegende Trümmer gesprengter Atom- oder Molekülhaufen geben Einblicke in Details chemischer Reaktionen.

Einstein in der Chemie

 
34
Nicht nur die Quantenphysik, auch die Relativitätstheorie spielt in der Chemie eine unerwartet wichtige Rolle.

Computer entdeckt neue Welten

 
41
Mit Computersimulationen gelingt die Vorhersage exotischer Kristallstrukturen von Molekülen unter hohem Druck.

Kleine künstliche Schadstoffkiller

 
44
Neuartige lösliche Katalysatoren reinigen Abwässer von schwer abbaubaren Problemstoffen.

Umweltgifte vom Gabentisch der Natur

 
52
Nicht nur der Mensch verschmutzt die Erde; viele Schadstoffe stammen auch aus natürlichen Quellen.

Wirkstoffe aus dem Spiegelland

 
60
Sie haben den Vorteil, keine Immunreaktion auszulösen und nicht vom Körper abgebaut zu werden.

Der heiße Ursprung des Lebens

 
62
Waren heiße Quellen in der Tiefsee die Brutstätten des Lebens?

Ein einfacher Ursprung des Lebens

 
70
Bestanden die ersten Organismen aus kleinen Molekülen?

Superabsorber für Öl

 
80
Statt Wasser saugt er organische Flüssigkeiten auf.
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