Die Evolution des Menschen - Spektrum der Wissenschaft Dossier 3/2000

Woher kommen wir? Wer sind wir? Jahrtausende lang fanden die Menschen eine Antwort auf diese brennende Frage in den Religionen. Im 19. Jahrhundert änderte sich dies grundlegend. 1856 wurden in der Nähe von Düsseldorf Knochenreste des Neandertalers gefunden, Spuren des Cro-Magnon-Menschen tauchten in der französischen Dordogne 1868 auf. 1859 erschien das klassische Werk von Charles Darwin "Die Entstehung der Arten durch natürliche Auslese", und der deutsche Zoologe Ernst Haeckel formulierte erstmals 1863, dass auch Hominiden eine Abstammungsgeschichte haben müssten und dass ihre nächsten Stammesverwandten in "affenähnlichen Säugetieren" zu sehen seien.

Seitdem haben viele weitere Fossilfunde und Forschungsergebnisse das Verständnis von der Entwicklung vom Australopithecus zu Homo habilis, Homo erectus, Homo sapiens und Homo sapiens sapiens vertiefen können. Einen eindeutigen Stammbaum indes, eine klare Rekonstruktion der geografischen Wege unserer Ahnen gibt es noch nicht. Jede Entdeckung der Archäologen, Paläontologen und Molekularbiologen hat nicht nur Erhellendes gebracht, sondern auch neue Fragen aufgeworfen.

Das Dossier Die Evolution des Menschen zeigt die unterschiedlichen Auffassungen und neue Zweifel an herkömmlichen Ansichten auf, und es präsentiert den Stand der Forschung und die jüngsten Theorien.

Aus dem Inhalt
• Geotektonik, Klima und Ursprünge des Menschen
• Frühe Hominiden
• Rettung der Hominiden-Spuren von Laetoli
• Wir waren nicht die Einzigen
• Die Sonderevolution der Neandertaler
• Koexistenz von Neandertaler und modernem Homo sapiens
• Der Streit um die Neandertaler
• Hirngröße und menschliche Evolution
• Der genetische Ursprung des modernen Menschen
• Virtuelle Rekonstruktion menschlicher Fossilien
(unveränderte Neuauflage 2. April 2004)
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