Ab etwa 2010 dürfte Krebs weltweit zur führenden Todesursache werden. Dies prognostizierte im Dezember 2008 die International Agency for Research of Cancer (IARC). Daneben ist der geschätzte Anteil echter Heilungen, nicht bloß die Fünf-Jahres-Überlebensrate, nach neuesten Berichten der EUROCARE-4 Working Group in Europa gestiegen. Angesichts der Fortschritte gerade in den letzten zehn Jahren sind in diesem Sonderheft die neuesten Strategien gegen Krebs zusammengestellt.
(8. Mai 2009)
Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.
Inhaltsverzeichnis
Ein Atlas des Krebsgenoms
6
Die Katalogisierung sämtlicher Gene, die hinter der Zell-Entartung stecken, ist eine Herkulesaufgabe. Der Krebsatlas wird neue Wege durch die komplexe Biologie der Tumorerkrankungen weisen.
Krebs – sind Stammzellen schuld?
16
Die verborgene Wurzel allen Übels scheinen sie zumindest bei mehreren Tumortypen zu sein.
Bösartige Entzündungen
24
Tumoren machen sich bei ihrem Wachstum auch immunologische Entzündungsreaktionen zu Nutze, die sonst der Wundheilung dienen. Daher sollte die traditionelle Chemotherapie durch eine neue Generation von Entzündungshemmern ergänzt werden.
Gebändigte Blutgefäße
32
Medikamente, die eigentlich einem Tumor die Blutzufuhr abschneiden sollen, normalisieren zunächst seine chaotischen Gefäße – und öffnen gerade damit ein Zeitfenster für seine Zerstörung.
Mit Hitzeschockproteinen gegen Krebs
44
Eine Blockade wichtiger Mitglieder dieser ungewöhnlichen Proteinfamilie kann Krebszellen das Überleben erschweren. So genannte antigenführende Mitglieder vermögen dagegen das Immunsystem gegen die entarteten Zellen zu mobilisieren.
Fortschritte in der Brustkrebstherapie
52
Eine effektivere, individuellere Behandlung - diesen Wunschtraum helfen die neuesten zielgerichteten Medikamente zu erfüllen.
»Uns fehlt dieser Spirit«
60
Der Krebsforscher Axel Ullrich, einer der Pioniere der modernen gezielten Krebstherapie, kommentiert den Stand der Forschung auf seinem Gebiet.