Ihre Gestalt verdankt die Erde komplizierten Kräften aus der Tiefe, die sich immer wieder auch in Erdbeben und Vulkanausbrüchen bemerkbar machen. Da uns der direkte Blick in diese Tiefe verwehrt ist, nutzen Geowissenschaftler technische Hilfsmittel, um Plattentektonik und Gesteinsströme im Erdmantel zu erforschen. Traditionell liefern seismische Momentaufnahmen ein Bild von den unterirdischen Strukturen. Mittlerweile können Computersimulationen die Erddynamik nachbilden, und Satelliten-Messungen – darunter auch die jüngste Mission namens GRACE – ermitteln Schwankungen im irdischen Schwerefeld, die auf das dramatische Geschehen im Erdinneren schließen lassen. Auch das Global Positioning System GPS ist sehr gut geeignet, das plattentektonische Geschehen zu verfolgen.
Aus dem Inhalt
• Die verbeulte Erde – Wie Kräfte aus der Tiefe den Planeten verformen
• Grace: Die neue Karte vom Schwerefeld
• Die Erde vor Pangäa
• Ursprung und Entwicklung der kontinentalen Kruste
• Messung der Plattentektonik mit GPS
• Computersimulation der Plattentektonik
• Wie Tiefseeberge das Festland rammen
• Die bewegte Geschichte des Nordatlantiks
• Wird der Ätna zum Pulverfass?
• Schlote, die Schlamm statt Feuer speien
• Interagierende Erdbeben
• Auch Erosion trägt zur Gebirgsbildung bei
(21. November 2003)