Spektrum der Wissenschaft Februar 2009

"Vielleicht gleicht die Raumzeit eher einem Auflauf als einer raffinierten Hochzeitstorte", schreiben die Autoren von "Der fraktale Quantenkosmos" in der Februarausgabe. Sie beschreiben die Quantenraumzeit als Struktur aus mikroskopischen Bausteinen, die – einfachen physikalischen Regeln folgend – sich von selbst zusammensetzen. Haben die Forscher eine Alternative zum Raumzeitmodell der Stringtheorie entdeckt, die mit wesentlich exotischeren Voraussetzungen arbeitet?

Außerdem im Heft: Wir berichten, wie sich Elektronen mittels Attosekundenblitzen in Echtzeit beobachten lassen, räumen "Missverständnisse um Darwin" aus und stellen die "Apokalypse im Rheintal" vor. Als nämlich vor 12 900 Jahren ein Eifelvulkan ausbrach, stauten Glutlawinen den Rhein nahe Koblenz zu einem riesigen See – bis die Dämme schließlich brachen und eine zehn Meter hohe Flutwelle durch das Flusstal schoss.

Weitere unserer Themen sind die Zukunft der Nanotechnologie im Auto, ein Interview mit BASF-Vorstand und -Forschungssprecher Andreas Kreimeyer und "Die ABC-Vermutung", eine vermeintlich einfache mathematische Aussage mit größter Tragweite. Viel Spaß beim Lesen.

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Springers EINWÜRFE

Anus (sic!) mirabilis

 
22
Die Evolution des Afters gibt neue Rätsel auf.

Themen

© MPI für Gravitationsphysik / Milde Science Communication

Das fraktale Quantenuniversum

 
24
Seit Jahrzehnten bemühen sich Physiker, Quantenmechanik und Gravitation unter einen theoretischen Hut zu bringen. Ein neuer Ansatz zeigt, wie sich die Bausteine von Raum und Zeit als selbstähnliches Fraktal zusammenfügen.
© Thorsten Naeser, MPQ

Elektronenjagd mit Attosekundenblitzen

  (kostenfrei)
32
Attosekundenphysiker erobern den Mikrokosmos: Mittels ultrakurzer Laser- und Röntgenpulse verfolgen sie die Bewegung einzelner Elektronen nun in Echtzeit. Weitere Fortschritte könnten eine Geschwindigkeitsrevolution in der Computertechnik auslösen.

Physikalische Unterhaltungen

© Public Domain

Worum dreht es sich eigentlich?

 
42
Ob ein Planet um die Sonne oder die Sonne um den Planeten läuft, ist Ansichtssache, solange man Kräfte aus dem Spiel lässt. Unter dieser Voraussetzung kann man mit Nikolaus Kopernikus die Sonne als ruhend ansehen – oder ebenso gut mit Tycho Brahe die Erde.

Schlichting!

Wenn der Pool ins Schwimmen gerät

 
45
Von stürzenden Böden, auftauchenden Münzen und der Suche nach dem Wahren hinter der Täuschung

Themen

© Public Domain

Missverständnisse um Darwin

  (kostenfrei)
46
Darwins Buch zur Entstehung der Arten, in dem er seine Evolutionstheorie darlegt, gilt als das bedeutendste naturwissenschaftliche Werk der Neuzeit. Einige seiner Thesen sind noch heute umstritten, und manche werden außerhalb der Wissenschaft oft falsch verstanden. Was aber hat Darwin wirklich gesagt?

Das Saitenblas-Instrument

 
54
Allein an seiner Größe gemessen erscheint unser Kehlkopf wenig beeindruckend, in einem klassischen Orchester rangierte er auf einer Stufe mit der Pikkoloflöte. Wie also gelingt es Solisten, gegen Streicher und Bläser zu bestehen – und obendrein eine enorme Bandbreite von Lauten hervorzubringen?

Essay

© Brett Charlton / ISTOCKFOTO

Wie aus Tönen Sprache wird

 
62
Um zu verstehen, wie Menschen Laute mit einem sinnvollen Inhalt verknüpfen, sollten wir erforschen, wie das Gehirn Musik verarbeitet. Seit Kurzem untersuchen Wissenschaftler deshalb, ob Musik und Sprache nicht ähnliche, vielleicht sogar überlappende Prozesse in unserem Gehirn auslösen.

Wissenschaft im Rückblick

Themen

© Christoph Pöppe

Die ABC-Vermutung

 
70
Die Eigenschaften dreier natürlicher Zahlen namens A, B und C, die durch die schlichte Gleichung A + B = C verbunden sind, unterliegen tief liegenden strukturellen Gesetzmäßigkeiten, die erst allmählich und in Umrissen sichtbar werden.
© Paul van den Bogaard und Hans-Ulrich Schmincke

Apokalypse im Rheintal

  (kostenfrei)
78
Vor 12 900 Jahren ereignete sich in der Eifel bei Koblenz eine gewaltige Vulkaneruption. Glutlawinen stauten den Rhein zu einem riesigen See auf, der vermutlich bis nach Mannheim reichte. Als der Damm brach, schoss eine über zehn Meter hohe Flutwelle durch das Rheintal. Ähnliches könnte sich eines Tages wiederholen.

Wissenschaft im Alltag

Von null auf sechzig

 
88
Mit Luft- oder Bodentemperaturen, die einen Menschen vor Kälte bibbern ließen, gelingt es Wärmepumpen, ganze Häuser zu heizen.

Themen

© Volkswagen/Audi Design Center California

Wie Nano das Auto verändert

  (kostenfrei)
90
Manche ihrer Vorhaben klingen nach Sciencefiction. Doch längst haben Nanowissenschaftler anwendungstaugliche Neuerungen hervorgebracht, die sich in vielen Alltagsgegenständen wiederfinden. Insbesondere die Automobilindustrie setzt auf eine breite Palette an Nanoprodukten – und hat noch viele Pläne in der Schublade.

Wissenschaft und Karriere

© BASF

"Nur wer selbst Begeisterung zeigt, kann andere motivieren"

  (kostenfrei)
98
Gut 1250 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen forschen bei der BASF allein am Standort Ludwigshafen. Lässt sich bei einer solchen kaum überschaubaren Zahl noch von Teamarbeit sprechen? Für Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des Vorstands und Forschungssprecher, ist das vor allem eine Frage der Organisation und Motivation.

Rezensionen

Erde, wie hast du dich verändert

 
100
Alice Krüßmann über "Die Erde früher und heute" von Fred Pearce und "Globaler Wandel" von Stefan Dech, Rüdiger Glaser, Robert Meisner

Der Geist weht, wo er will

 
101
Michael Springer über "Die Evolution des Geistigen" von Thomas Görnitz und Brigitte Görnitz

Woran denkst du gerade?

 
102
Olaf Schmidt über "Gedankenlesen - Pionierarbeit der Hirnforschung" von Stephan Schleim

Technologie der Zukunft

 
103
Reinhard Löser über "Erneuerbare Energie - Alternative Energiekonzepte für die Zukunft" von Thomas Bührke und Roland Wengenmayr (Hg.)

Mensch, erkenne dich selbst

 
104
Christoph Pöppe über "Denken hilft zwar, nützt aber nichts" von Dan Ariely

Vorschau

Weitere Rubriken

© Thomas Morawe / Initiativkreis Horizontastronomie im Ruhrgebiet e.V.

Die Zyklen des Himmels entdecken

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Wann ist Mittag? Wie verändert sich der Lauf der Sonne im Rhythmus eines Jahres? Was ist die astronomische Ursache der Jahreszeiten? Warum geht der Mond mal im Nordosten, mal im Südosten auf? Antworten auf solche Fragen liefert das Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward
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