Spektrum der Wissenschaft Januar 2010

Doping für das Gehirn ist längst keine Seltenheit mehr, wie wir in unserer Titelgeschichte berichten. Zunehmend verlassen sich Studenten, Manager und viele andere auf psychoaktive Medikamente, um ihre geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Doch sollten Gesunde überhaupt Zugang zu solchen Arnzeien erhalten, die bislang nur zu Therapiezwecken zugelassen sind? Und wird man Wirkstoffe, die in grundlegende Denkfunktionen eingreifen, überhaupt jemals bedenkenlos zu sich nehmen können?

Für Raumfahrtmissionen in das äußere Sonnensystem setzen Ingenieure immer häufiger auf elektrische Ionen- oder Plasmamotoren. Denn nur Elektrische Raketen erlauben wissenschaftlich ergiebige Expeditionen zu weit entfernten Zielen.

Außerdem im Heft:
Computer an der Angel: wie Kriminelle mit fingierten E-Mails und modernster Technik menschliche Schwächen ausbeuten; Extrem gewagt: neue Instrumente für die Vorhersage natürlicher Katastrophen sind gefragt, denn bisher unterschätzen sie die Zukunft; Wenn die Atmosphäre entweicht: Gase gehen auf vielerlei Wegen in den Weltraum verloren - ein planetarer Aderlass mit gravierenden Folgen

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Die Zelle

Qualitätskontrolle bei Antikörpern

 
14
Bei der Synthese von Antikörpern in Immunzellen müssen mehrere Proteinkomponenten korrekt zusammengesetzt werden. Ein System zur Qualitätskontrolle hält unfertige oder falsch aufgebaute Exemplare zurück. Seine genaue Funktionsweise ließ sich jetzt aufklären.
Zinkoxidkristall

Meilenstein für grüne Leuchtdioden

 
16
Bisher erzeugen Leuchtdioden grünes Licht nur indirekt und deshalb wenig effizient. Mit einem Trick gelang nun die Züchtung von Kristallen aus Zinkoxid, die diesen Mangel beheben und damit den Weg zu noch sparsameren Lampen öffnen könnten.
Photonischer Chip

Molekül steuert Lichtstrahl

 
20
Forschern in der Schweiz ist es gelungen, ein einzelnes Molekül als Transistor für Licht einzusetzen. Damit haben sie einen Prototyp für optische Schaltkreise im Nanobereich geschaffen.

Springers EINWÜRFE

Themen

Planeten verlieren Atmosphäre

Wenn die Atmosphäre ins All entweicht

 
24
Die dünnen Lufthüllen um manche Planeten sind höchst fragile Gebilde, denn Gase können auf vielerlei Wegen in den Weltraum verloren gehen. Nicht nur für Erde, Venus und Mars ist dies ein Prozess mit gravierenden Folgen.
Elektrische Raketen

Das Zeitalter der elektrischen Raketen

 
32
Bei der Erkundung des äußeren Sonnensystems durch Raumsonden mit konventionellen chemischen Triebwerken stoßen die Weltraumagenturen an technische Grenzen. Für künftige Langstreckenmissionen setzen die Planer daher auf elektrische Ionen- oder Plasmamotoren.

Schlichting!

Physikalische Unterhaltungen

Mit allen beiden sehen Sie besser!

 
42
Mit zwei Augen (keineswegs mit dem zweiten allein!) sehen Sie geeignete flache Bilder echt dreidimensional, oder Sie sehen schlagartig die Unterschiede zwischen Original und Fälschung. Hauptsache: Sie schielen dabei.

Themen

Doping für das Gehirn

Doping für das Gehirn

 
46
Wird man künftig einfach zum Frühstück eine Pille einwerfen, um Konzentration und Gedächtnis zu steigern? Geht das überhaupt, ohne langfristig das Gehirn zu schädigen?

Interview

Bettina Schöne-Seifert

"Zu viel Schwarzmalerei"

 
52
Bettina Schöne-Seifert ist Professorin für Ethik in der Medizin und Mitglied des Deutschen Ethikrats. Mit sechs weiteren Autoren hat sie kürzlich das Memorandum zum Neuro-Enhancement verfasst, also der Steigerung von Leistung, Gefühlen, Motivation.

Im Rückblick

Themen

Meerschweinchen

Meerschweinchen als Sozialstrategen

 
56
Von ihren wilden Verwandten haben die Hausmeerschweinchen ein flexibles Sozialverhalten geerbt. Trotzdem müssen sie in der Jugend erlernen, worauf es dabei ankommt.
Angela Friederici

Wie das Gehirn zur Sprache kommt

 
66
Die Neuropsychologin Angela Friederici erforscht die spezifisch menschliche Fähigkeit, Sprache zu verwenden. Ihr interdisziplinärer Ansatz überwindet die notorische Kluft zwischen Geistes- und Naturwissenschaft.
Wirbelsturm

Extrem gewagt

  (kostenfrei)
74
Schwere Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen treten viel häufiger auf, als nach der klassischen Statistik zu erwarten wäre. Neue Forschungsansätze suchen nach einer besseren Erfassung extremer Ereignisse.
Mittelatlantischer Rücken

Feuer unter dem Wasser

  (kostenfrei)
82
Der Untergrund der Ozeane ist mit Lava bedeckt, die an submarinen Vulkanen ausgestoßen wurde. Forscher konnten jetzt im Detail klären, woher all das geschmolzene Gestein stammt und wie es aus dem Erdinneren zum Meeresboden gelangt ist.

Wissenschaft im Alltag

Fleißige Mikroben

  (kostenfrei)
88
Dass aus Milch ein leckerer Brotbelag wird, verdanken wir Bakterien und Schimmelpilzen.

Themen

Internet

Computer an der Angel

 
90
Um sensible Daten wie Passwörter und Bankverbindungen im Internet auszuspähen, setzen Kriminelle auf raffinierte Techniken - und auf einen naiven Umgang der Nutzer mit elektronischer Post.

Rezensionen

Technologien im Zeitgewand

 
98
Reinhard Löser über "Technik in Deutschland - vom 18. Jahrhundert bis heute" von Joachim Radkau

Der Rätselklub als Helfer der Polizei

 
99
Annika Günther über "Die Canterbury Rätsel - Klassische Denk- und Knobelspiele" von Henry Ernest Dudeney

Die Idee von Gott als Kulturleistung

 
100
Michael Springer über "Den Bann brechen - Religion als natürliches Phänomen" von Daniel C. Dennett

Ein folgenreicher Briefwechsel

 
101
Swen Neumann über "Pascal, Fermat und die Berechnung des Glücks - Eine Reise in die Geschichte der Mathematik" von Keith Devlin

Wissenschaft und Karriere

Burkhard Haastert

"Biostatistik ist mehr als ein Spiel mit Zahlen"

 
102
Mathematik, Medizin, Musik - Burkhard Haastert ist ein vielseitiger Mensch. Deswegen fiel ihm die Berufswahl nicht leicht. Nach einer Pilgerreise gab er eine feste Stelle auf, um jetzt im Kundenauftrag Ordnung ins Dickicht medizinischer und gesundheitsökonomischer Daten zu bringen.

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Weitere Rubriken

Schlaflos im Bett

  ist PLUS
Von einer Insomnie werden viele Menschen geplagt. Hinnehmen muss man sie nicht: Therapeutische Maßnahmen, vor allem auch im Verhaltensbereich, können erneut zu einem guten Schlaf verhelfen.
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