Gehirn und Geist Januar/Februar 2010

Auch in der Psychotherapie wächst heute zusammen, was zusammengehört: Gehirn und Geist. Während die Behandlung seelischer und körperlicher Leiden lange Zeit strikt unterschieden wurde, ist inzwischen klar, dass sie oft eng miteinander vernüpft sind. Neue Methoden wie die bildgebenden Verfahren können mögliche Ursachen und Behandlungswege verschiedener Störungen aufzeigen. In der neuen Ausgaben von G&G erfahren Sie, welche Fortschritte die Forschung auf diesem Gebiet macht.

Weitere Themen im aktuellen Heft:
Stress - Wann er das Lernen fördert und wann nicht
Hirnentwicklung - Heimkinder können Nachteile wettmachen
Parasiten - Wie Kleinstlebewesen ihre Wirte manipulieren

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihre G&G-Redaktion

Geistesblitze

Wolkige Botschaften

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Manche Neurone geben Signale nach dem Gießkannenprinzip weiter

Bund fürs Leben

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8
Beim Riechen zählt der erste Eindruck

Kleine Stimmenimitatoren

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9
Deutsche und französische Babys schreien unterschiedlich

Versunken im Lärm

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Kinder mit Leseschwäche erkennen Sprachlaute schlechter

Schlapp durch Retrovirus?

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Ein Zellparasit könnte chronische Müdigkeit verursachen

Gene im Stress

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Frühe Traumata verändern das Erbgut

Zweimal ist genug

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Der Taktgeber im Gehirn synchro­nisiert morgens und abends Körperrhythmen

Mit Pflaster und Lutschbonbon

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13
Eine Kombination aus lang- und kurzfristiger Nikotinzufuhr hilft am besten, von Zigaretten loszukommen

Spezial

Schwäche mit Stärken

Mut zur Lücke

 
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Oft gescholten und trotzdem unentbehrlich: das Vergessen. Ohne diese Fähigkeit wäre unser Gedächtnis kaum zu gebrauchen. Laut Hirnforschern sind vergessene Informationen oft gar nicht wirklich verschwunden, sondern nur momentan nicht abrufbar
Baustein des Gedächtnisses

Synapsen im Dornröschenschlaf

 
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Wie kommt es, dass man Dinge schneller lernt, wenn man nach langer Pause erneut mit ihnen zu tun hat? Der Neurobiologe Mark Hübener weiß: Selbst wenn sie nicht mehr in Gebrauch sind, bleiben viele Nervenverbindungen bestehen - und können schnell wieder zu alter Stärke heranwachsen
Rauchende Köpfe

Stressige Lektionen

 
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Psychische Belastungen machen oft vergesslich. Manchmal bringen sie unser Gedächtnis aber auch erst richtig auf Trab. Die Lernforscher Mathias Schmidt und Lars Schwabe ergründen, wie und wann Stress das Merkvermögen beeinflusst

Psychologie

Stumme Beobachter

Von Sinnen: Auf Ganze gesehen

 
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Unser Sehsystem schreibt allen eintreffenden Informationen Bedeutung zu. Wie schafft es das Gehirn, Ordnung ins Chaos der Sinnesreize zu bringen? Der Wahrnehmungspsychologe Rainer Rosenzweig stellt die Regeln vor, denen es dabei folgt - die Gestaltgesetze
Ideologieopfer

Die sensiblen Jahre

 
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Heimkinder tragen ein erhöhtes Risiko für zahlreiche Entwicklungsprobleme. Die gute Nachricht: Je früher sie zu Pflegeeltern kommen, desto besser können sie diese Defizite wieder aufholen. Das ergab ein Feldexperiment amerikanischer Mediziner in Rumänien
Meeting ADHS

Gedanken auf Abwegen

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Erwachsene mit ADHS sind impulsiv, rastlos und leicht zu verärgern. Immerhin zwei bis vier Prozent der Volljährigen hier zu Lande leiden an der vermeintlichen Kinder- und Jugendkrankheit. Was sind die Ursachen, welche Behandlung bietet Hilfe?

Titelthema

Blick ins Gehirn

Bilder für eine gesunde Psyche

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Bildgebende Verfahren der Hirnforschung sind auf dem besten Weg, die Psychothe­rapie zu erobern. Sie sollen helfen, Störungen präziser zu diagnostizieren und den Behandlungserfolg zu überprüfen. Herta Flor, Wissenschaftliche Direktorin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim erläutert, auf welchen Feldern das "Neuroimaging" besonders fruchtet
Martin Hautzinger

"Wir behandeln Menschen, nicht Gehirne"

 
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Lenkt der Blick ins Gehirn vom Patienten und dessen individuellen seelischen Leiden ab? Nein, sagt der Tübinger Psychotherapieforscher Martin Hautzinger. Bildgebung helfe im Gegenteil, die jeweilige Störung besser zu verstehen

Hirnforschung

Tückischer Mitbewohner

Die Marionettenspieler

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Würmer, die Heuschrecken ins Wasser treiben, Wespen, die Kakerlaken "an der Leine" führen, Larven, die Spinnen zum Nestbau zwingen - Neuroparasiten manipulieren das zentrale Schaltorgan ihrer Wirtstiere im eigenen Interesse. Manche Kleinstlebewesen haben es auch auf das menschliche Gehirn abgesehen
Sitz der Individualität

Gene auf dem Sprung

 
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Mobile DNA-Elemente verändern das Erbgut von Vorläuferzellen, die sich zu Neuronen entwickeln. Dieser Mechanismus sorgt mit dafür, dass kein Gehirn dem anderen gleicht
Axel Lindner

Laxe Datenanalyse

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71
Der Tübinger Neurobiologe Axel Lindner erklärt, wie Hirnforscher selbst einem toten Fisch neuronale Aktivitätsmuster entlocken konnten

Bücher und mehr

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