Von der chaotischen Geburt der Planeten bis hin zu den Quellen von Dilmun, die einst eine schon im Gilgamesch-Epos erwähnte Hochkultur erblühen ließen, reichen die Themen unserer Juni-Ausgabe. Lesen Sie außerdem, wie ein "Fauler Stammzellkompromiss" entstand, die Abstammungsverhältnisse vom Tiger bis zur Hauskatze geklärt wurden und die ersten Stromgeneratoren im Nanoformat entwickelt werden, die künftig winzige Biosensoren im menschlichen Körper antreiben könnten.
Zunehmend bemühen sich Forscher, die paradoxen Phänomene der Quantenwelt auch im Makrokosmos nachzuweisen. Nach neuesten Berechnungen sollten sich sogar zwei kilogrammschwere Spiegel derart miteinander verschränken
lassen, dass sie eine quantenmechanische Einheit bilden.
Die Entzifferung kompletter Genome ist trotz aller Fortschritte noch aufwändig und teuer. Doch ein neues Verfahren könnte die DNA-Sequenzierung so einfach machen wie das Scannen von Strichkodes an Supermarktkassen.
Es klingt wie ein Wunder, doch nach dem Zerschneiden dieses neuartigen, elastischen Materials muss man nur die Enden zusammendrücken, damit es wieder hält.
Eine an der RWTH Aachen entwickelte Sehprothese für Blinde hat erste klinische Tests erfolgreich absolviert. Sie wurde gut vertragen und vermittelte bereits einfache Seheindrücke.
Lange glaubte man, die Entstehung von Planeten sei ein vorgezeichneter
Prozess, der zu einem absehbaren Ergebnis führt.
Doch wie sich jetzt herausstellt, verläuft er erstaunlich chaotisch.
Die Fortbewegungsarten von
Vierbeinern, Vögeln und Fischen
muten höchst unterschiedlich
an. Doch gemäß einer neuen
»konstruktalen« Theorie unterliegen
sie einheitlichen Gesetzen.
Die geometrische Folge und die von ihr abstammenden stetigen Funktionen
log und exp erlauben die bequeme Beherrschung aller Größenordnungen,
führen aber auch zu Pseudo-Einheiten, die teilweise den Laien mehr verwirren,
als dem Experten zu nützen.
Selbst zwei Jahre nach Aufklärung der DNA-Struktur war die korrekte Zahl der menschlichen Chromosomen noch nicht bekannt. Eine
1956 publizierte Entdeckung veränderte dann die Genetik.
Wie die Evolution
der Katzen ablief, offenbart
nun ihr Erbgut.
Durch akribische Genanalysen
sind die
Verwandtschaftsverhältnisse
vom Löwen
bis hin zum »Stubentiger
« endlich klar
geworden.
Auf der Insel Bahrain im Persischen Golf sprudelten bis vor Kurzem Quellen,
die dort vor vier Jahrtausenden eine Hochkultur erblühen ließen und
bereits im Gilgamesch-Epos erwähnt sind. Ihre rätselhafte Herkunft konnte
nun geklärt werden. Doch heute sind sie durch Übernutzung versiegt.
Mit eindrucksvollen Schnitzereien erinnern Künstler
der zu Neuirland gehörenden Südseeinseln an Verstorbene
– und bannen deren Geister in Masken, Friese
und Statuen, um Unheil von den Lebenden fernzuhalten.
Die Debatte um moralisch brisante Forschungen wird bei nächster Gelegenheit
wieder aufflammen. Anmerkungen zur Novellierung des Stammzellimportgesetzes
Milliardstel Meter große Generatoren könnten Nanosysteme mit Strom versorgen, indem sie Energie aus Schallwellen, den Vibrationen einer Straße oder dem Strömen des Bluts im Körper gewinnen.
Eine Schweizerische Forschergruppe baut in einem
Supercomputer ein künstliches Gehirn: das »Blue Brain«.
Damit wollen die Wissenschaftler per Simulation
das Rätsel ergründen, wie unser Denkorgan arbeitet.