Spektrum der Wissenschaft Juni 2008

Von der chaotischen Geburt der Planeten bis hin zu den Quellen von Dilmun, die einst eine schon im Gilgamesch-Epos erwähnte Hochkultur erblühen ließen, reichen die Themen unserer Juni-Ausgabe. Lesen Sie außerdem, wie ein "Fauler Stammzellkompromiss" entstand, die Abstammungsverhältnisse vom Tiger bis zur Hauskatze geklärt wurden und die ersten Stromgeneratoren im Nanoformat entwickelt werden, die künftig winzige Biosensoren im menschlichen Körper antreiben könnten.

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Verschränkung zweier Spiegel

 
14
Zunehmend bemühen sich Forscher, die paradoxen Phänomene der Quantenwelt auch im Makrokosmos nachzuweisen. Nach neuesten Berechnungen sollten sich sogar zwei kilogrammschwere Spiegel derart miteinander verschränken lassen, dass sie eine quantenmechanische Einheit bilden.

DNA wie einen Strichkode lesen

 
16
Die Entzifferung kompletter Genome ist trotz aller Fortschritte noch aufwändig und teuer. Doch ein neues Verfahren könnte die DNA-Sequenzierung so einfach machen wie das Scannen von Strichkodes an Supermarktkassen.

Selbstheilendes Gummi

 
19
Es klingt wie ein Wunder, doch nach dem Zerschneiden dieses neuartigen, elastischen Materials muss man nur die Enden zusammendrücken, damit es wieder hält.

Sehen mit kabellosem Retina-Implantat

 
20
Eine an der RWTH Aachen entwickelte Sehprothese für Blinde hat erste klinische Tests erfolgreich absolviert. Sie wurde gut vertragen und vermittelte bereits einfache Seheindrücke.

Springers EINWÜRFE

Themen

Die chaotische Geburt der Planeten

 
24
Lange glaubte man, die Entstehung von Planeten sei ein vorgezeichneter Prozess, der zu einem absehbaren Ergebnis führt. Doch wie sich jetzt herausstellt, verläuft er erstaunlich chaotisch.

Laufen = Fliegen = Schwimmen

 
34
Die Fortbewegungsarten von Vierbeinern, Vögeln und Fischen muten höchst unterschiedlich an. Doch gemäß einer neuen »konstruktalen« Theorie unterliegen sie einheitlichen Gesetzen.

Physikalische Unterhaltungen

Geometrische Folgen und Pseudo-Einheiten

 
42
Die geometrische Folge und die von ihr abstammenden stetigen Funktionen log und exp erlauben die bequeme Beherrschung aller Größenordnungen, führen aber auch zu Pseudo-Einheiten, die teilweise den Laien mehr verwirren, als dem Experten zu nützen.

Themen

Eine kurze Geschichte der Chromosomenzahl

 
46
Selbst zwei Jahre nach Aufklärung der DNA-Struktur war die korrekte Zahl der menschlichen Chromosomen noch nicht bekannt. Eine 1956 publizierte Entdeckung veränderte dann die Genetik.

Interview

"Wir stehen erst ganz am Anfang"

 
53
Ein Interview mit dem Heidelberger Stammzellforscher Anthony Ho

Themen

Der neue Stammbaum der Katzen

 
54
Wie die Evolution der Katzen ablief, offenbart nun ihr Erbgut. Durch akribische Genanalysen sind die Verwandtschaftsverhältnisse vom Löwen bis hin zum »Stubentiger « endlich klar geworden.

Die artesischen Quellen von Dilmun

  (kostenfrei)
62
Auf der Insel Bahrain im Persischen Golf sprudelten bis vor Kurzem Quellen, die dort vor vier Jahrtausenden eine Hochkultur erblühen ließen und bereits im Gilgamesch-Epos erwähnt sind. Ihre rätselhafte Herkunft konnte nun geklärt werden. Doch heute sind sie durch Übernutzung versiegt.

Kunst der Geister

 
74
Mit eindrucksvollen Schnitzereien erinnern Künstler der zu Neuirland gehörenden Südseeinseln an Verstorbene – und bannen deren Geister in Masken, Friese und Statuen, um Unheil von den Lebenden fernzuhalten.

Wer hat in diesem Land die Moral gepachtet?

 
84
Die Debatte um moralisch brisante Forschungen wird bei nächster Gelegenheit wieder aufflammen. Anmerkungen zur Novellierung des Stammzellimportgesetzes

Kraftwerke im Nanoreich

  (kostenfrei)
90
Milliardstel Meter große Generatoren könnten Nanosysteme mit Strom versorgen, indem sie Energie aus Schallwellen, den Vibrationen einer Straße oder dem Strömen des Bluts im Körper gewinnen.

Wissenschaft im Alltag

Rezensionen

Eine Nullnummer

 
98
Frank Schubert über "Reise zur Stunde Null" von Igor und Grichka Bogdanov

Nur vermeintlich ausgewogen

 
99
Sven Titz über "Ganz heiß" von Gabrielle Walker und David King

Chance verspielt

 
100
Christoph Marty über "Eins zu Tausend" von Ellen und Michael Kaplan

Was ist der Mensch?

 
101
Thomas P. Weber über "Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert" von Kurz Bayertz, Myriam Gerhard und Walter Jeschke

Verwirrung der Gefühle, drahtlos

 
103
Christoph Pöppe über "Gnosis" von Adam Fawer

Nicht für den Kochtopf

 
104
Ursula Loos über "Nisthilfen für Vögel" von Klaus Richarz und Martin Hormann

Vorschau

Themen

Das simulierte Gehirn

  ist PLUS
Eine Schweizerische Forschergruppe baut in einem Supercomputer ein künstliches Gehirn: das »Blue Brain«. Damit wollen die Wissenschaftler per Simulation das Rätsel ergründen, wie unser Denkorgan arbeitet.
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