Spektrum der Wissenschaft Juni 2011

Dieser Ausgabe liegt eine Sonderpublikation des Helmholtz-Verbunds "Regionale Klimaänderungen" (REKLIM) bei. Darin beantworten Forscher von acht Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft zahlreiche Fragen rund um das Klimageschehen auf der Erde. Dabei geht es insbesondere um Klimaschwankungen und die Frage, inwieweit diese durch den Menschen verursacht werden. Hier können Sie das 28-seitige Heft auch als pdf-Datei herunterladen.

Was ist Realität? Warum läuft Zeit immer nur in eine Richtung? Was bedeutet Kausalität? Antworten auf unsere Fragen nach den Prinzipien der Natur, so schreibt der Wissenschaftsphilosoph Michael Esfeld von der Université Lausanne in unserer Titelgeschichte, liefert die Quantenphysik.

Die Heidelberger Mathematikerin Katja Mombaur widmet sich der Kunst, auf zwei Beinen zu gehen. Indem Numeriker äußerst komplizierte Einzelheiten der menschlichen Bewegung entschlüsseln, lehren sie auch Roboter das Gehen.

Außerdem im Heft:
Der biologische Jungbrunnen: Therapien mit verjüngten Stammzellen; Naturwissenschaft in der Sackgasse? Nur kleine Fortschritte bei großen Fragen (kostenfreier pdf-Download); Kann das Tote Meer überleben? Eine Pipeline könnte Rettung bringen; und vieles mehr

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Antimaterie in irdischen Gewitterwolken

Blitz, Donner, Antiteilchen

 
12
Das Weltraumobservatorium Fermi hat Antimaterie entdeckt, als es hinunter auf die Erde blickte. Entstanden sind die ungewöhnlichen Partikel in irdischen Gewitterwolken als Folge so genannter terrestrischer Gammablitze.
Blutzellen

Blut aus der Haut

 
15
Möglicherweise müssen Leukämiepatienten bald nicht mehr auf einen passenden Spender von Stammzellen hoffen: Ein kanadisches Wissenschaftlerteam wandelte menschliche Bindegewebszellen in rote und weiße Blutkörperchen um.
Nanofalle

Sandwich als Teilchenfalle

 
17
Mit einem neuartigen Nanofluid-Chip ist es Züricher Forschern gelungen, Kleinstpartikel ohne Einwirkung von außen für Stunden frei schwebend an einer bestimmten Stelle festzuhalten.
John W. Milnor

Abel-Preis für John W. Milnor

 
18
Der amerikanische Mathematiker hat zu vielen Gebieten bahnbrechende Beiträge geleistet. Berühmt geworden ist er vor allem durch seine topologischen Arbeiten über "exotische Sphären".

Springers EINWÜRFE

Themen

induzierte pluripotente Stammzellen

Der biologische Jungbrunnen

 
22
Vielleicht ist es bald keine Utopie mehr: Reife Körperzellen von Patienten werden einer Totalverjüngung unterzogen und lassen sich dann zur Therapie kranker Organe einsetzen – ohne die ethischen Probleme embryonaler Stammzellen.
Zehenknochen des Zehenknochens Rahonavis ostromi

Blutspuren aus der Kreidezeit

 
32
Das hatten Paläontologen bisher für unmöglich gehalten: Einige Dinosaurierfossilien enthalten offenbar Überreste von Proteinen. Unter günstigen Bedingungen bleiben demnach organische Substanzen viele Millionen Jahre lang in Versteinerungen erhalten.
Maxwellscher Dämon

Kälterekord dank Maxwells Dämon

 
42
Auf einem Gedankenexperiment aus dem 19. Jahrhundert beruht ein neues Kühlverfahren, das Gasatome auf zuvor unerreicht tiefe Temperaturen bringt. Derart nahe dem absoluten Nullpunkt erwarten die Physiker überraschende Entdeckungen sowie nützliche Anwendungen.

Schlichting!

Physikalische Unterhaltungen

Mond

Himmelsmechanik mit Reibung

 
50
In ferner Zukunft werden Erde und Mond eine gebundene Rotation vollführen. Dann wenden beide einander stets dieselbe Seite zu.

Themen

Philosophie der Physik

Das Wesen der Natur

 
54
Was ist Realität? Warum läuft Zeit immer nur in eine Richtung? Was bedeutet Kausalität? Antworten auf diese Fragen der modernen Naturphilosophie liefert die Quantenphysik.
Philosophie der Biologie

Ursache und Wirkung – am Beispiel der Gene

 
60
Das Kausalitätsprinzip – die eindeutige Zuordnung von Ursache und Wirkung – spielt in der Naturwissenschaft eine zentrale Rolle. Allerdings wirft es Fragen auf, die sich nur philosophisch beantworten lassen. In der Biologie fand ein hartnäckiges Problem, das die Rolle der Gene im Organismus betrifft, erst kürzlich eine befriedigende Lösung.

Essay

Essay Börner

Naturwissenschaft in der Sackgasse?

  (kostenfrei)
66
Trotz massiver Förderung der Grundlagenforschung scheinen einige fest versprochene Ergebnisse auszubleiben. Viele fundamentale Fragen bleiben daher ungelöst. Woran liegt das – und gibt es berechtigte Hoffnung auf Besserung?

Themen

Totes Meer

Kann das Tote Meer überleben?

 
78
Das Anzapfen des Jordans für Bewässerungszwecke und die Mineralgewinnung in Verdunstungsbecken lassen den Salzsee austrocken. Als einzige Chance zu seiner Rettung erscheint derzeit eine Pipeline, die Wasser vom Roten Meer heranführt.
Gehende Roboter

Die Kunst, auf zwei Beinen zu laufen

 
84
Mit numerischer Optimierung können Forscher heute verschiedenste Bewegungen des Menschen bis in die Details der Muskelsteuerung durchschauen. So gewinnen sie wertvolle Erkenntnisse für das Gehen mit Hilfsmitteln, für Trickfilmsequenzen, sportliche Höchstleistungen und für die Konstruktion zweibeiniger Roboter.

Rezensionen

die Schöpfungslüge

Die Evolutionstheorie als spannender Krimi

 
93
Richard Dawkins trägt für die ewigen Zweifler aktuelle Beweise für die zentrale These der Biologie nach.
SETI

Abschreckende Begeisterung

 
93
Wer Harald Zauns Stil erträgt, erfährt die spannende Geschichte von der Suche nach außerirdischer Intelligenz.
Deutsches Museum

Keine Rechtfertigung, keine wohlfeile Empörung

 
98
Das Deutsche Museum in München passte sich den Ansprüchen des Nationalsozialismus bereitwillig an. Dass es bei der NS-Führung unbeliebt gewesen sei, ist eine Nachkriegslegende.

Im Rückblick

Vorschau

Weitere Rubriken

Sinfonie in Rot

  ist PLUS
Sie sehen Töne, schmecken Berührungen oder verbinden Farbeindrücke mit bestimmten Zahlen: Synästhetiker. Die sensorischen Areale im Gehirn solcher Menschen sind offenbar besonders eng verknüpft. Doch laut Danko Nikolić und Uta Maria Jürgens vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt steckt noch mehr dahinter. An dem eigenartigen Sinnesphänomen sind auch Denkprozesse beteiligt.
Top