Homo neanderthalensis war wohl klüger als bisher vermutet und verfügte über Verhaltensweisen, die man früher zur ausschließlichen Domäne des modernen Menschen rechnete. In der Titelgeschichte des aktuellen Hefts - "Warum die Neandertaler ausstarben" - berichten wir außerdem, dass unserem engsten Verwandten zum einen rapide Klimaveränderungen zu schaffen machten und zum anderen, in Zeiten knapper Nahrung, sein anatomisch bedingter hoher Energieverbrauch.
Wir blicken aber auch in die Zukunft und fragen: "Droht ein Mangel an Phosphor?" Noch in diesem Jahrhundert könnte die Landwirtschaft zusammenbrechen, wenn wir die endlichen Vorkommen dieses wichtigen Bestandteil von Kunstdüngers nicht zu schonen beginnen.
Außerdem im Heft
Dreiteiliger Schwerpunkt zu 25 Jahren HIV-Forschung: "Suche nach einem Impfstoff", "Hoffnung auf neue Antikörper" und "Ist die HIV-Infektion heilbar?"; "Die zwei Gesichter des Monds": warum sich die Vorderseite des Erdtrabanten von seiner Rückseite unterscheidet; "Bits auf der Überholspur": wie "Rennstreckenspeicher" unsere bisherigen Computerfestplatten ersetzen könnten; und vieles mehr
Eine spektroskopische Methode zum Nachweis organischer Farbstoffe in
Geweben lässt sich jetzt auch auf mikroskopisch kleine Proben von
wertvollen Gemälden
und Skulpturen anwenden. Das Verfahren verhalf
bereits zu interessanten kulturhistorischen Erkenntnissen.
Die Rodung und Erschließung des brasilianischen Regenwaldes bringt Wohlstand
für die lokale Bevölkerung - doch nur vorübergehend: Sind die natürlichen
Ressourcen erst einmal ausgebeutet, geht es den Menschen dort auch
nicht besser als vorher.
Ursprünglich konnte Mais Schädlinge wie den Maiswurzelbohrer bekämpfen,
indem er deren Feinde anlockte. Im Verlauf der Züchtung ging bei Hochleistungssorten
diese Fähigkeit allerdings verloren. Wissenschaftler haben
sie nun Versuchspflanzen zurückgegeben.
Ein Molekülpaar, das bekannt dafür ist, Zellen in den Selbstmord
zu treiben, zeigte nun überraschenderweise den gegenteiligen Effekt:
Es regte die Produktion von Neuronen im Gehirn an.
Das Desertec-Konsortium will Sonnenstrom aus den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens nach Europa
exportieren.
Doch es lohnt nicht, die Unwägbarkeiten eines solchen Großprojekts in Kauf zu nehmen.
Ein Gespräch mit dem Physiker Wolfgang Ketterle: über zerlegte Radios, Stabhochsprung, den absoluten Nullpunkt – sowie den Wissenschaftskrimi,
für den der Heidelberger zusammen mit zwei Kollegen 2001 den
Nobelpreis
für Physik erhielt.
Es bleibt ein Rätsel, warum sich die Vorderseite des Erdtrabanten so stark
von der uns abgewandten unterscheidet. Indem er lunare Einschlagbecken
untersuchte, gelangte der Planetologe P. Surdas Mohit nun zu
einer neuen Hypothese.
Zwei jüngst entdeckte Antikörper gegen HIV sind einzigartig:
Schon in geringer Konzentration neutralisieren sie in Testsystemen
verschiedene Stämme des Aidserregers – und sie richten
sich gegen Teilstrukturen des viralen Hüllproteins, die einen
neuen Ansatz zur Impfstoffentwicklung versprechen.
Eine HIV-Infektion wäre erst dann geheilt, wenn der Erreger auch
aus seinen Verstecken im Körper vertrieben werden kann. Noch
ist das Ziel fern. Doch die Forscher konzipieren neue Therapien.
Vom Neandertaler wissen Forscher mehr als von allen anderen
ausgestorbenen Menschenarten. Doch noch immer gibt
das Verschwinden unserer
engsten Verwandten Rätsel auf.
Die Aufgaben der Internationalen Mathematik-Olympiade wirken sehr schwierig,
haben jedoch oft verblüffend einfache Lösungen. Gastgeber der 50. Olympiade
war die Jacobs University Bremen.
Phosphor ist Hauptbestandteil von Düngemitteln. Seine Vorkommen reichen
zwar noch für Jahrzehnte. Doch wenn wir nicht jetzt beginnen, sie zu schonen,
könnte die Landwirtschaft schon in diesem Jahrhundert zusammenbrechen.
Durch raffinierte Tricks schrumpft der zimmergroße Kernspintomograf auf handliche
Größe. Die tragbare Version kann die chemische
Zusammensetzung und innere Struktur unterschiedlichster Objekte analysieren -
von Mumien über Autoreifen bis zu Kunstwerken.
Winzige Eisenoxidteilchen heizen Tumoren ein
und vernichten sie dadurch.
Berliner Wissenschaftler erproben die Nanokrebstherapie nun
an Patienten. Dr. Andreas Jordan, Vorstand der MagForce Nanotechnologies
AG, ist seit fast 25 Jahren bei
der Entwicklung dieser Krebstherapie dabei.
Rückenmarksverletzungen führen sehr oft zu einer Querschnittslähmung und sind bis
heute unheilbar. Der Züricher Neurobiologe Martin Schwab erforscht die mangelnde
Regenerationsfähigkeit des Zentralnervensystems an vorderster Front – und entwickelt
neue Therapieansätze.