Spektrum der Wissenschaft Oktober 2007

Ihrem Ziel, den allgemeinen neuronalen Code zu entschlüsseln, glauben Wissenschaftler immer näher zu kommen. Sie wollen die Regeln verstehen, wie das Gehirn Erfahrungen erkennt und ihnen Bedeutung verleiht. Im Beitrag "Der Gedächtnis-Code" erklärt Joe T. Tsien unter anderem, wie er die Aktivität so genannter neuronaler Cliquen in einen binären Code übersetzt, mit dem sich sogar Maschinen steuern lassen. Kann man eines Tages die Gedankenwelt verschiedener Individuen vergleichen, vielleicht sogar über Artgrenzen hinweg?

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  (kostenfrei)
4

Leserbriefe

Leserbriefe

  (kostenfrei)
8

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Lichtleiter in der Netzhaut

 
16
Unsere Netzhaut ist falsch herum konstruiert: Die Sinneszellen liegen hinter den signalverarbeitenden Neuronen, die als Mattscheibe wirken. Warum können wir trotzdem gut sehen?

Interview

Forschung Aktuell

Mannheims vergessene Mumien

 
21
Eine kürzlich wieder aufgetauchte Mumiensammlung an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim wurde in einem internationalen Projekt eingehend untersucht – mit teils verblüffenden Ergebnissen.

Springers EINWÜRFE

Themen

Duell der Felder

 
26
Die noch junge Disziplin der Teilchenkosmologie führt Elementarteilchenphysiker und Kosmologen zusammen. Die Physikergemeinde hatte mit dem Schritt allerdings lange gezögert.

Warum die Tage länger werden

 
36
Jahrtausendealte Aufzeichnungen von Sonnen- und Mondfinsternissen belegen: Unser Globus dreht sich immer langsamer. Grund ist die Gezeitenreibung, deren Einfluss aber abgemildert wird.

Der Gedächtniskode

 
46
Wissenschaftler erkennen immer genauer, wie das Gehirn Erinnerungen ablegt. Ganz ähnlich könnte das Denken funktionieren. Jetzt hoffen Neurobiologen, mit diesem Kode eines Tages Gedanken zu lesen.

Das Chaos in den Chromosomen

 
54
Das gängige Gen-Modell zur Entstehung bösartiger Tumoren kann Krebs nicht alleine erklären. Aber mit einer neuen Perspektive, die auf Chromosomen statt auf Gene gerichtet ist, gelingt das vielleicht.

Essay

Was ist Leben?

  (kostenfrei)
66
Ob wir fremde Lebensformen immer erkennen würden, ist fraglich: Außerirdisches Leben könnte biochemisch und äußerlich völlig verschieden sein vom Leben auf der Erde. Doch wohl keine Entdeckung hätte...

Wissenschaft im Rückblick

Themen

Die Wissenschaft hinter dem Klimawandel

  (kostenfrei)
72
Warum sind sich Klimatologen so sicher, dass die Erde sich durch menschliche Aktivitäten bedrohlich aufheizt? Hier diskutieren Autoren des jüngsten UN-Klimaberichts die Argumente.

Wissenschaft im Alltag

Themen

Kohlenstoff-Nanonetze für die Elektronik

 
84
Aus einem Geflecht winziger Kohlenstoffröhren wird in den nächsten Jahren preiswertes elektronisches Gerät hervorgehen. Zu den jetzt schon absehbaren Anwendungen zählen gedruckte Solarzellen.

Mathematische Unterhaltungen

Geordnetes Gestrüpp

 
93
Es gibt überraschend viele Möglichkeiten, regelmäßige Vielecke so anzuordnen, dass sie alle ineinanderhängen.

Themen

Das vergessene Reich der Jinsha

 
96
Jadefiguren, Stoßzähne, Bronzen und Goldschmuck – chinesische Archäologen entdeckten eine reiche Kultur an einem Ort, wo niemand dergleichen vermutet hätte.

Rezensionen

Ein Jahrhundertproblem – und die Menschen dazu

 
106
Henning Hollborn über "Poincarés Vermutung. Die Geschichte eines mathematischen Abenteuers" von Donal O’Shea

Unbeschreibliches Geschnatter

 
107
Ursula Loos über "Wilde Gänse.Reisende zwischen Wildnis und Weideland" von Hans-Heiner Bergmann, Helmut Kruckenberg und Volkhard Wille

Warum Frauen trotzdem schneller den Weg finden

 
108
Anke Römer über "Warum Männer weniger lachen. 100 weitere Alltagsphänomene wissenschaftlich erklärt" von Janka Arens, Markus Peick und Meike Srowig

Bioroboter und ihre tierischen Vorbilder

 
109
Christian Meier über "Das Ameisenpatent. Bioroboter und ihre tierischen Vorbilder" von Ralf Möller

Einblick ins Eingemachte

 
110
Susanne Gellweiler über "Die Joghurt-Lüge. Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie" von Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu

Vorschau

Wie die Zeit in den Kopf kommt

  ist PLUS
Den Takt unseres Lebens bestimmen die Ereignisse – ihre Abfolge, Dauer und Fülle. Wie wir sie wahrnehmen, darüber streiten Psychologen und Hirnforscher.
Top