Spektrum der Wissenschaft September 2007

Jetzt folgen sie einander Schlag auf Schlag: Im Sommer 2004 suchten gleich vier Hurrikane Florida heim und zehn Taifune tobten über Japan. 2005 folgte die zerstörerische Wirbelsturm-Saison über dem Nordatlantik. Das zahme Vorjahr ließ uns nur eine kurze Verschnaufpause: Für die Zukunft gehen Klimaexperten von bedrohlich wachsenden Windstärken und Niederschlagsmengen aus.

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe

Spektrogramm

Bild des Monats

Forschung Aktuell

Moderne Mathematik in islamischen Ornamenten

 
14
Mittelalterliche islamische Künstler nutzten für ihre komplexen Linienornamente Prinzipien der Selbstähnlichkeit und Quasiperiodizität, die im Westen erst ein halbes Jahrtausend später entdeckt wurden.

Computer knobeln an Stasi-Puzzle

 
17
Auferstehen aus Schnipseln sollen rund 45 Millionen Papierseiten der Stasi, die von Hand zerrissen wurden. Speziell dafür entwickelte Software wird derzeit in einem Pilotprojekt getestet.

Monte Carlo in der Membran

 
19
Zwei junge deutsche Molekularbiologen konnten erstmals die räumliche Faltungsstruktur von Membranproteinen mit atomarer Genauigkeit simulieren. Fernziel sind neue, wirksamere Medikamente.

Beredter Mörtel

 
22
Mörtel und Putz halten viele Gebäude seit Jahrhunderten zusammen. Nun haben die Autoren und Kollegen eine Zeitreise durch die Geschichte dieser alten Baustoffe unternommen.

Springers EINWÜRFE

Themen

Es war einmal in Südamerika

 
26
Riesenfaultier und Beutelsäbelzahnkatze – in uraltem Vulkangestein eingeschlossene Fossilien helfen, die Evolution der Säuger Südamerikas zu verstehen.

Wärmere Meere – stärkere Hurrikane

 
34
Alles deutet darauf hin, dass sich durch die globale Erwärmung die Zerstörungsgewalt tropischer Wirbelstürme erhöht. Sowohl die Windstärken als auch die Niederschlagsmengen werden zunehmen.

Kommt die gesteuerte Persönlichkeit?

  (kostenfrei)
42
Ob Parkinson, Depression oder Zwangsneurose – Stimulationselektroden im Gehirn können zum letzten Ausweg werden. Schon prophezeien Visionäre die technische Aufrüstung des Gehirns schlechthin.

Wissenschaft im Alltag

Themen

Die Schatten galaktischer Welten

 
52
Rätselhafte Sternströme könnten Überbleibsel von Minigalaxien sein, auf deren Kosten sich unsere Milchstraße zu einem galaktischen Riesen entwickelte. Sie zu finden, erfordert astronomischen Spürsinn.

Im Rückblick

Themen

Im Dickicht der Stammbäume

 
64
Modelle zur Vererbung kultureller und familiärer Merkmale enthüllen, wie eng wir Menschen miteinander verwandt sind. Herkömmliche Ansichten über Abstammungslinien erweisen sich als falsch.

Rollen mit Ballbots

  (kostenfrei)
74
Roboter, die sich nicht auf zwei Beinen, sondern auf einer Kugel fortbewegen, könnten hinreichend mobil sein, um einmal auch Menschen im Alltag zu unterstützen.

Krebs - eine Nebenwirkung der Evolution?

 
80
Warum merzen Selektionskräfte den Krebs nicht aus? Im Gegenteil – die Evolution scheint ihm sogar Waffen zu liefern. Abwehrmechanismen gegen Krebs lohnen sich offenbar nur eingeschränkt.

Und es expandiert doch!

 
88
Ein Merkmal des Standardmodells der Kosmologie bewegt noch immer die Gemüter: Wird die »Galaxienflucht« durch die Expansion des Raums verursacht – oder handelt es sich um eine echte Fluchtbewegung?

Rezensionen

Die phänomenale Welt der Bienen

 
92
Christine Scholtyssek über "Phänomen Honigbiene" von Jürgen Tautz

Können strange loops das Bewusstsein erklären?

 
93
Martin Gardner über "I Am a Strange Loop" von Douglas R. Hofstadter

Zelluläre Egoisten

 
94
Anke Römer über "Die Chaos-Zellen" von Manfred Reitz

Was Darwin gefallen hätte

 
96
Heribert Steinmetz über "Reiseskizzen aus Malaya" von Friedrich Leibenguth

Physikalische Unterhaltungen

Optimale Schäume

 
98
Wie kann eine Seifenlösung ein möglichst großes Volumen mit möglichst wenig Materialaufwand einschließen? Jedenfalls nicht auf die regelmäßigste Weise.

Essay

Versöhnung oder Trennung?

 
102
Die Forscher Lawrence M. Krauss und Richard Dawkins diskutieren, wie Wissenschaftler mit Religion umgehen können. Eine Debatte auch über den Kreationismus

Vorschau

Leben in siedendem Wasser

  ist PLUS
Hochtemperaturmikroben gedeihen bestens unter wahrhaft höllischen Bedingungen, wie sie vermutlich auf der jungen Erde herrschten. Sie versprechen daher auch ein besseres Verständnis vom frühen Leben...
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