"Bedroht die Quantenverschränkung Einsteins Theorie?" Das ist gut möglich. In seiner Titelgeschichte konzentriert sich der US-Philosoph David Z. Albert auf die seltsame physikalische Tatsache der Verschränkung, bei der zwei Quantenteilchen synchron reagieren, ohne dass zwischen ihnen ein materieller Zwischenträger existiert. Dieser nichtlokale Effekt wirft ein ernstes Problem für Einsteins spezielle Relativitätstheorie auf und erschüttert damit die Grundlagen der Physik.
Außerdem stellt die September-Ausgabe die Frage nach der "Zukunft der Energieversorgung". Liegt sie in Desertec, dem groß angelegten Projekt, in dessen Rahmen Strom in Nordafrika produziert und nach Europa transportiert werden soll? Wir haben mit dem Solarthermie-Experten und Mitinitiator des Vorhabens Hans Müller-Steinhagen gesprochen.
Gleichzeitig steht aber auch "Die perfekte Solarzelle" in Aussicht, denn neue Fotovoltaikmodule arbeiten deutlich effektiver als bisherige Zellen und könnten so zu einer Solarwende beitragen. Möglicherweise wird sogar "Grasolin von der Tankstelle" Teil des künftigen Energiemixes. Denn Biokraftstoff lässt sich nicht nur aus Nahrungsmitteln gewinnen, sondern mittlerweile auch aus Ernteabfällen, Holz und Gräsern.
Dem Schöpfer der Relativitätstheorie widerstrebte die "spukhafte Fernwirkung",
die räumlich getrennte Teile eines Quantensystems zu gemeinsamem Verhalten
zwingt. Tatsächlich erschüttert die Verschränkung manche Grundlagen der Physik.
Abhängig macht manchmal schon eine einzige Zigarette, vor allem Jugendliche.
Von da an wird das Gehirn nie mehr so funktionieren wie
vorher –
auch nicht bei späteren Nichtrauchern.
Neue Erkenntnisse der Genetik sowie sensationelle Fossilfunde erhellen
endlich die Evolution der Fledermäuse – und glätten die Wogen einer langjährigen
Debatte über die Ursprünge ihrer Flugfähigkeit und Echoortung.
Über Erbgutvergleiche können Forscher nachvollziehen, wie sich der Mensch schrittweise
über viele Jahrtausende von Afrika aus über die ganze Erde verbreitete. Die größte genetische
Vielfalt herrscht tatsächlich in Afrika, die kleinste bei den indigenen Amerikanern.
Noch immer wird das kopernikanische Prinzip weithin anerkannt. Doch sein
Einfluss hat nachgelassen: So mancher Kosmologe des 21. Jahrhunderts
ist mittlerweile bereit, sich von ihm zu verabschieden – mit guten Gründen.
Ein Forscherleben für das Gehirn: Der Neurophysiologe Wolf Singer
erklärt, wie er sich Grundfragen der Hirnfunktion nähert – und welche
Folgen das für unser Weltbild hat.
Bis 2050 sollen 15 Prozent des europäischen Strombedarfs durch Sonnenenergie aus Nordafrika und dem Nahen Osten gedeckt werden. Hans
Müller-Steinhagen, Solarthermie-Experte und einer
der Väter des Konzepts, erläutert im Interview, warum das Projekt Desertec ohne Alternative ist.
Aus potenziellen Nahrungsmitteln wie Mais, Zuckerrohr oder Palmöl
Benzin zu gewinnen ist problematisch. Doch inzwischen lassen
sich auch Ernteabfälle, Holz und Gräser in Biokraftstoffe verwandeln.
In der Computerindustrie genügen 10 bis 20 Millionen Dollar,
um eine gute Idee zu realisieren. Andreas von Bechtolsheim
hat das in seiner bisherigen Karriere mehrfach praktiziert: mit
der Workstation und der Firma SUN 1982, Granite Systems
1995, Kaelia 2001 und Arista Networks 2008.
Die aktive elliptische Galaxie NGC 5128, besser bekannt als Centaurus A, wollte bislang
nicht recht ins Bild der Galaxienentwicklung passen – ihr zentrales Schwarzes Loch
schien viel zu massereich zu sein. Doch neue Daten vom Very Large Telescope der ESO
helfen dieses Rätsel zu lösen.