Erst als sich Ehud Netzer und seine Kollegen den tiefer gelegenen Arealen der Burg zuwandten, stießen sie in den Überresten eines Mausoleums auf Herodes' Sarkophag. Grabschänder hatten ihn vermutlich rund siebzig Jahre nach seinem Tod in hunderte kleine Stücke zerschlagen. Bei den Widerstandskämpfern des damaligen Jüdischen Kriegs war Herodes als Marionette des Römischen Reichs verhasst.
Herodes wurde von den Römern zum König der damaligen Provinz Judäa ernannt, die unter ihm eine Blütezeit erlebte. Er ließ zahlreiche Monumentalbauten errichten, darunter auch die prachtvolle Erweiterung des Zweiten Tempels in Jerusalem. Bekannt ist er heute allerdings vornehmlich als Auftraggeber der im Matthäus-Evangelium beschriebenen Kindstötungen in den Jahren um Christi Geburt. (jd)





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