Kaffee
Die Alltagsdroge Koffein
Koffein ist das meistbenutzte Aufputschmittel. Im Gehirn heftet es sich an Rezeptoren, die den Schlaf beeinflussen. Aber auch Blutgefäße und Muskeln sowie Herz, Nieren und weitere Organe reagieren auf die Droge.
Bruno Sicard
Koffein ist nicht nur eines der ältesten Aufputschmittel, sondern auch eines der wirksamsten und am besten verträglichen. Die meisten von uns nehmen es täglich in Form einer Tasse Kaffee zum Frühstück zu sich, um die letzten Reste von Müdigkeit abzuschütteln und sich für den Tag fit zu machen.
Wie Koffein diesen Muntermachereffekt und andere Wirkungen ausübt, konnte inzwischen auf physiologischer Ebene geklärt werden. Demnach konkurriert es mit einer körpereigenen Substanz um deren Andockstelle. Wenn es sich daranheftet, sind die Folgen allerdings entgegengesetzt: Statt hemmend wirkt es aktivierend auf eine wichtige Signal- und Reaktionskaskade innerhalb der Zelle.
Auch Pharmakologen interessieren sich schon länger für Koffein. Inzwischen prüft man, inwieweit es sich als Komponente von Psychostimulanzien für all jene Berufsgruppen eignet, bei denen Wachsein oberste Priorität hat. Dabei geht es vor allem darum, eine Form der Verabreichung zu finden, die eine lange Wirkdauer garantiert und unerwünschte Nebenwirkungen vermeidet. Zu den unliebsamen Folgen von Koffein in hohen Dosen gehören vor allem Harndrang, aber auch Herzrasen, Zittern und Nervosität. Vor kurzem gelang die Entwicklung eines "Koffeins mit langsamer Freisetzung", das die positiven Effekte optimiert und die negativen weitgehend ausschaltet.
Siegeszug einer Bohne aus Arabien
Um die Entdeckung des Kaffees ranken sich viele Legenden. Nach einer bemerkte ein Hirte im Jemen, dass seine Schafe i


abrufen





Mente et Malleo |
Polarstern unterwegs |
WIRKLICHKEIT |
Robotergesetze |
NeuroKognition |
Landschaft & Oekologie |
bildungslücke |
braincast |
Fischblog |
Detritus |
Uhura Uraniae |
Sprachlog | 





