Vor 250 Millionen Jahren wurde die Erde vom größten Massensterben ihrer Geschichte heimgesucht: 90 Prozent der Meereslebewesen und 70 Prozent der Landbewohner gingen zu Grunde. Verantwortlich dafür war eine sehr starke und rasche Zunahme der Temperaturen. Das hat ein Team um Yadong Sun von der China University of Geosciences anhand von Fossilien in Meeresbodensedimenten belegt.

Die Forscher bestimmten das Verhältnis der Sauerstoffisotope 16O und 18O in versteinerten Überresten von Conodonten, heute ausgestorbenen wasserlebenden Chordatieren. Dieses Verhältnis sagt etwas über die damaligen Umweltbedingungen aus, da die Tiere je nach vorherrschender Wassertemperatur unterschiedliche Mengen der Isotope einlagerten. Laut den Analysen kam es am Übergang zwischen Perm und Trias vor etwa 250 Millionen Jahren zu einer verheerenden Hitzewelle. In nur 800 000 Jahren stiegen die Wassertemperaturen am Äquator von 21 Grad Celsius zunächst auf 36 und dann, nach kurzer Abkühlung, sogar auf 38 bis 40 Grad …