Das erste Opfer der Erderwärmung war womöglich die Goldkröte aus Costa Rica: Sie lebte nur in den immerfeuchten Bergnebelwäldern des Monteverde-Schutzgebiets in Costa Rica, wo sie bis 1987 relativ häufig vorkam. In diesem Jahr suchte allerdings eine extreme Dürre die Region heim, die zahlreiche Waldtümpel austrocknete – inklusive des Froschlaichs. Ein Jahr später gelang es Forschern, noch ein knappes Dutzend der Lurche aufzuspüren, 1989 entdeckten sie dann nur ein einziges lebendes Individuum. Seitdem sah niemand mehr eine Goldkröte, und mittlerweile gilt die Art als ausgestorben. Einige Wissenschaftler vermuten Klimaänderungen hinter dem Verlust. Steigende Durchschnittstemperaturen hätten dafür gesorgt, dass sich die Wolkengrenze in der Gebirgsheimat der Amphibie nach oben verschob, weshalb das Ökosystem trockener wurde. Ein einzelnes Extremereignis – ausgelöst...