Zuletzt haben die Dunkle-Materie-Detektoren zwar viel Widersprüchliches erbracht. Doch Forscher sind sich einig: Dem Feld steht der große Durchbruch bevor.
Der Autor ist freier Journalist in Washington, D.C.
Es ist schon bemerkenswert, wie es einer komplett unsichtbaren Substanz gelingt, derart unübersehbar zu sein. Zwar weiß noch immer niemand genau, woraus Dunkle Materie eigentlich besteht, aber den Einfluss ihrer Gravitationskraft auf Galaxien, ganze Galaxienhaufen und sogar noch größere Strukturen beobachten Astronomen seit den 1930er Jahren. Alles in allem scheint es im Universum rund 5,5-mal mehr Dunkle als "normale" Materie zu geben.
Doch auf das "Was" der Dunklen Materie eine Antwort zu suchen, gleicht der Jagd nach einem Geist. Zahlreiche Detektoren befinden sich derzeit in Betrieb, doch sie haben alles außer einheitlichen Resultaten geliefert. Zwei Wissenschaftlerteams wollen unabhängig voneinander einen Strom Dunkler Materie aufgefangen haben, eine andere Gruppe scheint hingegen bestenfalls eine Hand voll Partikel beobachtet zu haben, die sie selbst aber als Hintergrundrauschen abtun. Und ein viertes Team hat bei seinen Messungen gleich gar nichts entdeckt.
Glücklicherweise dürfte dieser Zustand der Verwirrung nur von vorübergehender Dauer sein. Dunkle-Materie-Detektoren reagieren heutzutage um das rund 1000-Fache empfindlicher auf seltene Ereignisse als noch vor 20 Jahren, und im Verlauf des nächsten Jahrzehnts dürfte sich dies nochmals um den Faktor 100 steigern lassen. Der Grund dafür sind immer größere Detektoren und wachsendes Knowhow, wie sich das allgegenwärtige Rauschen vom gesuchten Signal unterscheiden lässt.
Großes steht bevor
"Mich würde es nicht überraschen, wenn sich im nächsten Jahr jemand hinstellt und sagt: 'Wir haben Dunkle-Materie-Teilchen nachgewiesen'", meint Sean...
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