Im Jahr 2002 meldeten sich in der Türkei die ersten Patienten mit heftigem Fieber bei Ärzten und in Krankenhäusern: Sie litten am Krim-Kongo-Fieber, an dem bis zu ein Drittel aller Erkrankten sterben kann. In den folgenden Jahren breitete sich Krankheit dann von Zentralanatolien bis an die Schwarzmeerküste und nach Ostanatolien aus, und auch die Todesfälle häuften sich rasant: 2003 fielen sechs Menschen dem Virus zum Opfer, fünf Jahre darauf verstarben bereits zehnmal so viele Patienten an der Seuche. Bis 2012 erkrankten in der Türkei mindestens 6392 Menschen - offiziell erfasst - am Krim-Kongo-Fieber, 322 starben daran. Damit hatte sich das durch Zecken übertragene hämorrhagische Fieber erfolgreich in Kleinasien etabliert: 1944 wiesen es Mediziner erstmals auf...