Schon sehnsüchtig erwartet wurde das erste Farbpanorama der Landestelle des Marsrovers Curiosity im Krater Gale. Am dritten Tag auf dem Mars funkte der Rover 130 Farbbilder zur Erde, aus denen sich eine erste Rundumansicht zusammensetzen ließ. Die Farbbilder sind so genannte Thumbnails, Aufnahmen mit stark reduzierter Auflösung. Jedes von ihnen besteht nur aus 144 Pixeln × 144 Pixeln. Die voll aufgelösten Bilder, die nun nach und nach zur Erde übermittelt werden, bestehen aus 1200 Pixeln × 1200 Pixeln. Somit ist dieses Farbpanorama nur ein erster Vorgeschmack und macht Appetit auf mehr.
Am dritten vollen Tag auf dem Mars, dem 9. August 2012, sendete der US-Marsrover Curiosity sein erstes 360-Grad-Farbpanorama zur Erde. Es zeigt vor allem das nähere Umfeld der Landestelle, den Fuß von Aeolis Mons, des Zentralbergs des Kraters Gale, und den zerklüfteten Kraterrand. Zwei hellere Stellen im Vordergrund sind durch die Abgasstrahlen der Raketentriebwerke des "Sky Crane" freigeblasene Gebiete. Hier wurden Feinstaub, Sand und kleine Steine weggeblasen, so dass gröberes Material zum Vorschein kommt.
Auf dem Bild ist vor allem das direkte Umfeld um den Landeplatz zu sehen, der von einer flachen Ebene mit nur wenigen und kleinen Felsbrocken dominiert wird. Im Hintergrund ist in der Bildmitte oben der Fuß des Aeolis Mons, des Zentralbergs des 154 Kilometer großen Einschlagkraters Gale, zu sehen. Links und rechts von ihm schließt sich der Kraterwall an. Das Horizont wirkt geschwungen, weil der Rover geringfügig geneigt steht. Weitere Bilder werden in Bälde auch den Gipfel des 5400 Meter hoch aufragenden Aeolis Mons erfassen.
Bislang verlaufen die Aktivierung des Rovers und die Tests seiner Geräte ohne jegliche Probleme. Am 11. August 2012 wird eine neue Betriebssoftware für den Bordcomputer aufgespielt, was etwa vier Tage dauern wird. In dieser Zeit wird der Rover keine Bilder oder Messdaten zur Erde funken. Die neue Software dient dazu, Curiosity von einem interplanetaren Raumschiff endgültig in ein Fahrzeug auf dem Mars zu verwandeln. Somit steht dann die volle Kapazität der Bordcomputer den wissenschaftlichen Aufgaben zur Verfügung.
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