Die Geschichte beginnt mit einem Knall. Am frühen Morgen des 30. Mai 1832 wurde der junge französische Revolutionär Évariste Galois im Duell von einem Pistolenschuss niedergestreckt. »Weine nicht«, soll er zu seinem Bruder gesagt haben, in dessen Armen er tags darauf sein Leben aushauchte, »ich muss all meinen Mut zusammennehmen, um mit 20 Jahren schon zu sterben.«

Vielleicht hätte er etwas besser gezielt und an Stelle seines Gegners das Feld lebend verlassen, wenn er die Nacht davor nicht durchgemacht hätte. In fieberhafter Eile hatte er die Grundzüge einer revolutionären mathematischen Entdeckung skizziert. Heute nennen wir sie Gruppentheorie und verwenden sie, um eine der bedeutendsten Eigenschaften der Natur in Begriffe zu fassen: die Symmetrie.

Das – vorläufige – Ende der Geschichte ist ebenfalls eine revolutionäre…