Für die Krebsforscher Richard Béliveau und Denis Gingras aus Montreal (Kanada) sind "Daten, Fakten, Unerklärliches" nur Mittel zum Zweck. Wie der Originaltitel "La mort. Mieux la comprendre et moins la craindre pour mieux célébrer la vie" deutlich macht, verfolgen sie eine aufklärerische Absicht: Die Wissenschaft "kann die Mechanismen entmystifizieren, die beim Sterben wirksam sind, und das letzte Tabu unserer Gesellschaft in neuem Licht erscheinen lassen".
Ihre Absicht, "die großen Linien des Lebens darzustellen und anhand konkreter Beispiele die vielen möglichen Arten des Sterbens zu veranschaulichen", realisieren sie in elf Kapiteln. Auf Tröstliches ("Sterben gehört zum Leben") folgen unter anderem Physiologisches ("Schleichender Tod"; "Tod durch Infektionen"), Mörderisches ("Gifte: Faszination und Gefahr", "Gewaltsame Todesarten"), Unappetitliches ("Post-mortem-Prozesse") und Komisches ("Zum Totlachen "). Das ganze Werk ist durchgehend und reichlich mit anschaulichen Illustrationen ausgestattet. Bereits das Eingangskapitel "Schweren Herzens" zeigt
Der Rezensent hat Kulturgeschichte und
Medienwissenschaft studiert und ist Professor
an der Universität Bremen.
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