Gutartige Gefäßfehlbildungen, so genannte Kavernome, entstehen in vielen Körpergeweben. Die Blutgefäße sind stark erweitert, instabil und unstrukturiert. Bei etwa 0,5 Prozent der Bevölkerung entwickeln sich diese Wucherungen auch im Gehirn. Oft werden sie wegen ihrer unspezifischen Symptome nur zufällig entdeckt, meist während einer Kernspintomographie. Sie bergen die Gefahr einer Gehirnblutung, die zu neurologischen Ausfällen bis hin zum Schlaganfall führen kann. Kavernome im Gehirn werden daher nach Möglichkeit operiert.
Doch vielleicht gibt es bald eine weniger invasive Alternative. In einem Gemeinschaftsprojekt der Medizinischen Fakultät Mannheim, der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums konnten Wissenschaftler um Andreas Fischer jetzt zeigen, dass ein Defekt im zellulären Signalsystem die Gefäßwucherungen auslöst. Verursacht wird er durch den Ausfall eines Gens namens CCM1. Dadurch kommt es zu einer Fehlregulation in den so genannten Endothelzellen, welche die Adern auskleiden. Ähnlich wie Tumore vermehren sich die Blutgefäße daraufhin unkontrolliert. Dies brachte die Wissenschaftler auf die Idee, ein Medikament aus der Krebstherapie zu testen, welches das Gefäßwachstum hemmt.
Dazu transplantierten sie Mäusen menschliche Endothelzellen mit CCM1-Gendefekt. Tatsächlich bildeten sich die dadurch verursachten Gefäßwucherungen nach der Gabe des Wirkstoffs namens Sorafenib massiv zurück. Weitere Untersuchungen sollen jetzt zeigen, ob Krebsmedikamente beim Menschen die übliche Kavernom-Operation am Gehirn überflüssig machen können.
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