Antilopensteaks vielleicht? Obstsalat? Oder eine nahrhafte Nussmischung? Was bei der frühen Menschenverwandtschaft vor Zehntausenden oder gar Millionen von Jahren auf dem Speiseplan stand, ist heute nicht so leicht zu rekonstruieren. Schließlich hat bisher noch niemand einen Menschenmagen gefunden, in dem die Reste eines Urzeitmenüs versteinert wären. Wer sich für die Geschichte des Essens interessiert, muss daher einiges an Detektivarbeit leisten. Es gilt, noch die kleinsten Indizien aus den frühen Tagen der Menschheit auszuwerten. So sind Wissenschaftler in den letzten Jahren dazu übergegangen, den Vor- und Frühmenschen immer genauer auf den Zahn zu fühlen. Und das hat sich gelohnt, berichten Peter Ungar von der University of Arkansas in Fayetteville und Matt Sponheimer von der University of Colorado in Boulder [1]. Mit verschiedenen Methoden lassen sich die Beißwerkzeuge inzwischen so genau analysieren, dass sie immer neue Details über die Mahlzeiten ihrer Besitzer verraten. Überraschungen inklusive. Isotopen verraten Lieblingsspeise Interessante Informationen liefert zum Beispiel eine chemisch-physikalische Untersuchung des Zahnschmelzes. Darin hinterlässt die Nahrung eine Art Fingerabdruck aus stabilen Isotopen, etwa den Kohlenstoffvarianten 12C und 13C. Pflanzen bauen beim Wachsen...