Gehirn und Geist 3/2014
© Spektrum der Wissenschaft Spektrum AGB
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernGehirn und Geist 3/2014

"Die körperlichen und geistigen Anforderungen des Tanzens scheint langfristig das Gehirn zu schützen", erklärt Kreutz. Doch auch bereits Erkrankte können durch Tanzen beweglich bleiben und auf dem Parkett Momente voller Genuss und Enthusiasmus erleben, so der Wissenschaftler.

Die Aufforderung zum Tanz gilt aber nicht nur für Senioren. Schon Kinder können von der sozialen Komponente der synchronen Bewegung profitieren und zeigen sich wissenschaftlichen Studien zufolge nach dem Tanzen empathischer und kooperativer.

Alles schön und gut – aber was, wenn man gar nicht tanzen kann? Diese Ausrede gilt nicht! Sogar Neugeborene reagieren auf musikalische Taktschläge – Rhythmusgefühl scheint uns angeboren zu sein. Wie eng die neuronale Verbindung zwischen Wahrnehmung und Bewegung ist, bewies eine Studie, bei der die Hirnaktivität von Tänzern gemessen wurde, während ihre Füße Tangoschritte vollführten. Die registrierte Aktivität umfasst auf Hirngebiete, die für räumliche Orientierung und Erinnerungen verantwortlich sind. Tanzen ist eine vielseitig anregende Tätigkeit.