Die Verteilung von Naturkatastrophen über den Globus ist alles andere als gerecht: Einige Regionen sind geradezu geplagt von Erdbeben und Vulkanausbrüchen - leider häufig gerade Gebiete, die eng besiedelt sind. Menschen stehen derartigen Naturgewalten immer noch hilflos gegenüber, Hoffnung liegt nur in einer besseren Vorhersage der Ereignisse.
Maria Hirsch
Seismografen der ganzen Welt brachten am 22. Mai 1960 einen der traurigen Rekorde in der Geschichte der Naturkatastrophen auf Papier: Das gewaltigste Erdbeben der Moderne erschütterte mit einer Magnitude von 9,5 Chile. Die seismischen Wellen breiteten sich durch den gesamten Globus aus und entfesselten einen Tsunami, der noch im weit entfernten Hawaii und in Südafrika auf die Küsten schlug und rund 3000 Menschen das Leben kostete.
Das Beben entsprang tief unterhalb der Erdoberfläche durch die Kollision tektonischer Platten, wodurch eine...
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