Internet-Suchmaschinen oder modernste Roboter verarbeiten ungeheure Informationsmengen in kürzester Zeit – aber das menschliche Gehirn ist ihnen noch immer weit überlegen. Mit seiner Hilfe können wir in Sekundenbruchteilen auf einen schier unbegrenzten Vorrat an Erfahrungen und Emotionen zurückgreifen. Wir erkennen augenblicklich das Gesicht eines Verwandten oder Freundes, egal ob es gerade hell oder dämmrig ist, ob von vorn oder von der Seite – eine Aufgabe, mit der sich selbst das höchstentwickelte elektronische Sehsystem aktuell noch sehr schwertut.
Eine weitere Spezialität unseres Gehirns ist Multitasking: So können wir problemlos ein Taschentuch aus unserer Jackentasche holen und unsere Stirn abwischen, während wir ein Gespräch führen. Ein Elektronenhirn, das einem Roboter die gleiche Kombination von Verhaltensweisen ermöglicht, liegt bis heute in weiter Ferne. Wie schafft unser Gehirn das?
Eine völlig neuartige Kamera
Dieses Video (mit englischem Text) zeigt beispielhaft die Fähigkeiten der DVS-Kamera.

Terry Sejnowski forscht am Howard Hughes Medical Institute und hat den Francis-Crick-Lehrstuhl am Salk Institute for Biological Studies inne, wo er das
Computational Neurobiology Laboratory leitet.
Tobi Delbrück ist Professor am Institut für Neuroinformatik der Universität Zürich.
abrufen
