Bis Mitte der 1990er Jahre wurden die Daten mit Hilfe von Induktionsspulen ausgelesen: Fuhr der Lesekopf über einen magnetisierten Bereich, entstanden durch Induktion elektrische Impulse. Mit der steigenden Datendichte wurde diese Methode allerdings unbrauchbar, da sich messbare Effekte nur bei einer bestimmten Stärke der Magnetfelder erzielen lassen. Und je kleiner und dichter die Informationen auf die Festplatte gepackt sind, desto kleiner und schwächer werden auch die einzelnen magnetischen Felder. Der Lesekopf musste also empfindlicher werden.
Die beiden verdanken ihren Fund nicht zuletzt dem raschen Fortschritt der Nanotechnologie im Bereich dünner Metallschichten. Denn damit der Effekt auftritt, bedarf es Lagen aus abwechselnd nichtmagnetischem und ferromagnetischem Material, die nur wenige Atome dick sind. Im Ferromagneten verhalten sich die einzelnen Atome vereinfacht dargestellt wie kleine Stabmagnete, deren Nordpole alle in dieselbe Richtung zeigen. Hat die nichtmagnetische Zwischenschicht, die zum Beispiel aus Chrom oder Kupfer bestehen kann, aber eine bestimmte Dicke, so passiert etwas Seltsames: Die Magnetisierungen der ferromagnetischen Schichten orientieren sich plötzlich in entgegengesetzte Richtung.
Diese Anordnung ist sehr instabil und so führt bereits ein kleines äußeres Magnetfeld zu einem Übergang in einen geordneten Zustand, in dem die Nordpole aller Schichten wieder in eine Richtung weisen. Dadurch verkleinert sich der elektrische Widerstand der gesamten Struktur erheblich, da die den Strom leitenden Elektronen, die ebenfalls ein schwaches Magnetfeld mit sich tragen, auf ihrem Weg durchs Metall nicht mehr so stark gestreut werden. Je nach Stromstärke sendet der Lesekopf nun als Ausgangssignal eine null oder eins.







drucken




Graue Substanz |
Natur des Glaubens |
Con Text |
MENSCHEN-BILDER |
Landschaft & Oekologie |
Mente et Malleo |
Polarstern unterwegs |
WIRKLICHKEIT |
Robotergesetze |
NeuroKognition |
bildungslücke |
braincast | 





