Das Immunsystem ist in freier Wildbahn starken Schwankungen unterworfen. Ökoimmunologen versuchen hinter die Ursachen zu kommen und dadurch auch besser zu verstehen, wie Krankheitserreger übertragen werden.
Ulrike Gebhardt
Arne Hegemann hat sich für seine Forschungsarbeiten kein handliches Studienobjekt ausgesucht: Der Biologe von der Universität Groningen untersucht das Immunsystem der quirligen Feldlerche. "Sie ist nicht gerade leicht einzufangen, aber wir müssen das kurz tun, um ihr ein wenig Blut abzuzapfen", sagt Hegemann. Warum gerade die Feldlerche? Und was ist an der Immunabwehr des zwitschernden Wiesenbewohners so interessant?
Hegemanns Arbeiten fallen in das seit etwa 15 Jahren aufstrebende Forschungsfeld der "Ökoimmunologie", bei der die Körperabwehr frei lebender Tiere in ihrem natürlichen Umfeld untersucht wird. Besonders in den letzten zwei Jahrzehnten hat man zwar sehr viel über die grundsätzlichen Mechanismen des Immunsystems gelernt: wie sich ein Körper vor Infektionserregern schützt, wie Eigenes von Fremdem unterschieden wird oder was die Grundlagen von Allergien und...
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