Für Emily Hunter, die Tochter des Greenpeace-Gründers Bob Hunter, befinden wir uns im Krieg: die Bewahrer der Natur gegen die Zerstörer der Natur. Dass wir uns im Alltag in dieser Schlacht auf beiden Seiten befinden, dass selbst Klimaschützer für eine Kampagne rund um den Globus fliegen, bleibt hier ausgeblendet.
"Öko-Krieger" stellt uns mit jedem Kapitel jemanden vor, der auf seine ganz eigene Art "für unseren Planeten kämpft". In der Ichform beschreiben junge Menschen aus der ganzen Welt, wie sie sich für etwas einsetzen und wie sie dazu gekommen sind: die indianische Umweltschützerin, die ihr Gebiet gegen einen Kohlekonzern verteidigt und nachhaltige Green Jobs für ihre Leute aufbauen möchte; der Aktivist, der vom Schlauchboot aus Walfangschiffe entert; die Frau, die im Kostüm einer Meerjungfrau mit Delfinen schwimmt und damit deren Abschlachten in der japanischen Bucht Taiji verhindern will.
Es sind Abenteuergeschichten, die dann am stärksten wirken, wenn sie in aller Deutlichkeit erzählen, wie kaputt wir die Welt schon gemacht haben. Wie leer das Meer schon ist, wie vergiftet die Flüsse sind und wie sich zu unserem Zerstörungswerk die Auswirkungen des Klimawandels addieren

Der Rezensent hat Zoologie studiert; er ist Journalist
und Videoblogger (http://diewahrheit.at) in Wien.
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1. zwischen den Zeilen
13.01.2013, Walter WeissDabei ist gerade die bei uns in Deutschland beschlossene Energiewende nicht nur ein sehr positives Zeichen, sondern auch, sollte sie wirksam umgesetzt werden, ein durchaus wirksames Mittel, die Steigerung der negativen Einflüsse abzufedern - obwohl unsere Regierung fest in der Umklammerung der vier großen Stromlieferanten steht, die im Einvernehmen mit dem zuständigen Europakommissar Oettinger alles tun, um die Energiewende wieder rückgängig zu machen, insbesondere durch superteure angeblich 'alternativlose' Riesenleitungen quer durch Deutschland, Befreiung aller etwas größeren Stromverbraucher von den Stromkosten und Belastung aller kleinen Stromverbraucher mit den unnötigen Riesenausgaben.
Auch greift - insbesondere bei den weiblichen Verbrauchern - immer mehr die Einsicht durch, dass der immense Fleischverbrauch verheerende Auswirkungen auf die Ernährung der Weltbevölkerung und die Abholzung der Wälder hat, auch dass es nicht nur moralisch eine Sauerei ist, Mais, Weizen und Palmöl zu verdieseln und nicht zur menschlichen Ernährung - und zwar unmittelbar, nicht erst über die Fleischherstellung - zu verwenden. Immer mehr Menschen in Deutschland lernen diese Zusammenhänge und vermeiden dann das Tanken von E10.
2. Niederlagen? Wohl eher kontraproduktive Siege!
13.01.2013, TimUnd dann immer wieder dieser peinliche Gegensatz zwischen "Umweltschutz" und den fiesen "wirtschaftlichen Interessen", den ja auch der Rezensent hochzuhalten scheint ... Die Umweltwirtschaft vertritt selbst eisenhart ihre Interessen, die oft meilenweit von echtem Umweltschutz entfernt sind, siehe etwa die unsinnigen Photovoltaik-Subventionen oder das kontraproduktive Glühbirnenverbot. Umweltschutz ist leider zu einem Geschäftsmodell geworden, bei dem angebliche Moral als Produktvorteile verkauft wird.
PS: Die meisten Pazifikinseln, die angeblich untergehen, haben in den letzten Jahrzehnten an Fläche gewonnen. Aber das ist ja eine geologische Beobachtung, darum hat sie in angesagten Umweltschutzdiskussionen natürlich nichts zu suchen.