Bei der Erforschung der menschlichen Evolutionsgeschichte werfen die nur spärlich vorhandenen und fragmentarisch erhaltenen Fossilfunde oft mehr neue Fragen auf, als sie alte beantworten. Manchmal sind die Anthropologen aber in der glücklichen Situation, dass sich ein einzelner Fossilfund als Schlüsselobjekt erweist, dank dem es möglich ist, eine ganze Reihe von offenen Fragen mit einem Mal zu klären. Beim Neandertaler-Neugeborenen aus der Mezmaiskaya-Höhle im nordwestlichen Kaukasus scheint es sich um einen solchen Fund zu handeln. Allein schon die Tatsache, dass ein solch fragiles Fossil nach etwa 40 000 Jahren Ruhezeit in den...