Es geschieht immer bei Nacht. Etwas übernimmt die Kontrolle, zwingt zu irrationalem Verhalten, zur Flucht aus der vertrauten Umgebung, hinein in die gefährlichen Fluten - und geradewegs in den Tod. Ein schlechter Science-Fiction-Thriller? Mitnichten. Im Mikrokosmos der Insekten sind ferngesteuerte Selbstmorde keine Seltenheit
Tanja Krämer
Auf den Wiesen und in den Wäldern im Süden Frankreichs spielen sich seltsame Szenen ab. Gemeine Eichenschrecken wandern im Dunkeln durch das Gras, hüpfen entlang der Kacheln auf den Rand eines Swimming-Pools zu - und stürzen sich hinein. Zappelnd winden sich die Nichtschwimmer im Wasser, als plötzlich ihr Hinterleib aufreißt und sich ein Wurm aus ihnen herauswindet, der drei- oder viermal länger ist als sie selbst.
Auf einmal erscheint eine menschliche Hand, ein Gefäß umschließt den Wurm, ein anderes rettet die noch immer lebendige Heuschrecke. Weitere Eichenschrecken werden...
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