Manche spannende Erkenntnis über die Funktionsweise unseres Gehirns gewinnen Forscher weder in der Klinik noch im Labor – es genügt mitunter schon die Festplatte eines Computers. So experimentieren Wissenschaftler an der Universität Freiburg mit einem Programm, das Hirnvorgänge simuliert.
Die Regeln, nach denen der Rechner arbeitet, wählten die Forscher mit Bedacht. Sie stützten sich dabei auf das, was wir über Hirnzellen und ihre Verbindungen untereinander wissen. Der Computer wurde

Arvind Kumar hat in Pilani (Indien)
Elektrotechnik und in Freiburg Neurobiologie,
Biophysik und theoretische
Neurowissenschaften
studiert. Nach
seiner Promotion forschte er an der
Brown University in Providence (USA),
bevor er 2008 als Arbeitsgruppenleiter
ans Bernstein Center Freiburg ging.
Im Rahmen des Exzellenzclusters
"BrainLinks-BrainTools", in dem Neurowissenschaftler
und Informatiker eng
zusammenarbeiten, beschäftigt er
sich mit der Dynamik neuronaler
Netzwerke. Gunnar Grah ist promovierter
Biologe und seit 2008 für die Öffentlichkeitsarbeit
des Bernstein Center Freiburg sowie des Exzellenzclusters
"BrainLinks-BrainTools" verantwortlich.
Als ausgewiesenen Nichttheoretiker faszinieren ihn
noch immer die Möglichkeiten mathematischer
Modelle, das Gehirn besser zu verstehen.
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