PHYSIK
Kälter als kalt und heißer als unendlich heiß
Physiker stellen ein Gas mit negativer absoluter Temperatur her. Das Faszinierende daran: Es ist heißer, als jedes gewöhnliche Gas werden kann.
Celsius’ Skala ließ sich beliebig erweitern, sowohl zu höheren Temperaturen hin als auch unter null Grad zu negativen. Wie weit nach unten die Celsiusskala fortgesetzt werden kann, wurde aber erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts klar. Damals

Oliver Morsch arbeitet als Physiker an der
Università degli Studi di Pisa und dem Istituto
Nazionale di Ottica, wo er sich vor allem
mit ultrakalten Atomen und Quantenkontrolle
beschäftigt.
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1. Umkehrung der Verhältnisse?
05.03.2013, Wilfried van HaagWir wissen, dass Lichtemission (elektromagnetische Strahlung) entstehen kann, wenn Elektronen von einem angeregten Zustand in den „Normalzustand“ zurückfallen. Was nun, wenn sich genau diese Emission in Richtung Nullemission respektive Absorption verschieben würde? Die Gravitation bliebe - das ist das, was beschrieben wird. Faszinierend – und natürlich nobelpreiswürdig!
2. Unzulässiger Vergleich
14.03.2013, Hans Reiner, GerlingenHerr Morsch behauptet nun, dass ein Gas, in dem mehr Teilchen bei hohen als bei niedrigen Temperaturen zu finden sind, eine negative Temperatur ausweise. Warum dies so sein soll, und wie er die Grenze zwischen hoher und niedriger Energie festlegt, verrät er nicht. Offenbar kann man also ein solches Gas durch geeignete Festlegung dieser Grenze auf verschiedene, auch negative, Temperaturen bringen. Er benutzt hier den Begriff Temperatur für ein System, für das also der Begriff Temperatur gar nicht definiert ist, und behauptet nun, eine Temperatur erzeugt zu haben, die unter dem absoluten Nullpunkt liegt. Er vergleicht also hier in unzulässiger Weise die Zahlenwerte zweier verschiedener Begriffe.