Porträt
Der Mann am Genschalter
Der Molekularbiologe Rudolf Jaenisch vom Bostoner MIT erforscht seit bald 40 Jahren das Verhalten von Viren, Genen und Stammzellen.
Als der weltweit anerkannte Stammzellforscher und Epigenetikexperte später fotografiert wird – über ein Mikroskop gebeugt, im Kühlraum, in seinem Büro –, will er das Geknipse bald hinter sich bringen. Auch als er über seine Arbeit zu erzählen beginnt, spricht er schnell, allerdings ohne ein rasches Ende zu suchen. Es ist eben eine langer Weg entlang den Stationen seines bisherigen Lebens: von der Kindheit in Schlesien über das Münchner Max-Planck-Institut für Biochemie bis hin zur Professur am Whitehead Institute am MIT, wo er seit einem Vierteljahrhundert sein geistiges Zuhause gefunden hat.
Es waren Mäuse, die Jaenisch Anfang der 1970er Jahre den Weg für seine Forschung wiesen. In das Genom von Mäuseembryos hatte er als junger Molekularbiologe DNA eines Tumorvirus eingeführt. Doch statt Krebs zu entwickeln, passierte nichts; die Tiere erkrankten nicht. Auch wenn er das Geheimnis nicht sofort lüften konnte, war es doch klar, dass die Tumorgene deaktiviert


Hubertus Breuer arbeitet
als Wissenschaftsjournalist
in Brooklyn/New York. Er erhielt
gerade den GlaxoSmithKline-Publizistik-Preis 2009.
abrufen





Graue Substanz |
Natur des Glaubens |
Con Text |
MENSCHEN-BILDER |
Landschaft & Oekologie |
Mente et Malleo |
Polarstern unterwegs |
WIRKLICHKEIT |
Robotergesetze |
NeuroKognition |
bildungslücke |
braincast | 






1. Wölfelsgrund am Großen Schneeberg
30.07.2009, Johann John, Leinfelden-EchterdingenIch freue mich jedenfalls sehr, so eine Kapazität unter meinen Landsleuten zu wissen.