Der Blick in Nachbars Garten kostet 300 Euro. Es braucht für ihn lediglich ein Smartphone, etwas Fingerspitzengefühl und ein futuristisch anmutendes Fluggerät: Der schwebende Spion, den sich jeder im Internet bestellen kann, besteht aus vier lautlosen Propellern und einem bunten Plastikgehäuse. Aus dessen stumpfer Nase lugt eine Videokamera hervor, die ihre Bilder umgehend an jedes beliebige Smartphone überträgt. Das Telefon gibt auch den Kurs vor, alles andere regelt ein Minicomputer an Bord. "Parrot AR.Drone" nennt sich das unförmige Flugobjekt – und es ist nur ein Beispiel für eine ganze Reihe kommerziell verfügbarer Drohnen, die derzeit den Himmel über deutschen Vorgärten, Straßen und Wäldern unsicher machen. Technik-Freaks filmen damit sich selbst und ihre Umgebung. Werbestrategen suchen ungewohnte Perspektiven für ihre Kampagnen. Ingenieure überwachen Chemieanlagen, Stromleitungen, Windräder. Und Wissenschaftler spüren süße Rehkitze auf, um sie vor dem sicheren Tod durch den Mähdrescher zu bewahren. Flauschige...