Einige Physiker wollen eine außergewöhnlich seltene Form von Radioaktivität beobachtet haben, doch auch zehn Jahre später zweifeln noch viele die Ergebnisse an. In diesem Jahr könnten Experimente die langjährige Debatte beenden.
Etwa einmal alle zehn Quadrillionen Jahre halten sich bestimmte Atomkerne womöglich nicht an die Regeln: Zwei ihrer Neutronen wandeln sich in Protonen um und setzen dabei Elektronen frei. Ein eigentlich gewöhnlicher Zerfall, wenn nicht die zugehörigen Nebenprodukte fehlen würden - geisterhafte Elementarteilchen, genannt Neutrinos. Um überhaupt eine Chance zu haben, diesen äußerst seltenen "neutrinolosen doppelten Betazerfall" nachzuweisen, braucht es zunächst ein paar Quadrillionen Atome (eine Zahl mit 24 Nullen) eines geeigneten Isotops: Das entspricht einigen Dutzend oder sogar hunderten Kilogramm.
Als Nächstes müssen die Physiker das Material tief unter die Erde schaffen, um es vor kosmischer Strahlung und natürlicher Radioaktivität zu isolieren, und dann Jahre damit verbringen, potenzielle Zerfallsereignisse zu zählen - so lange, bis sie sich absolut sicher sind, dass alle gemessenen Signale nicht vom Hintergrundrauschen stammen. Trotz dieser komplizierten und mühsamen Prozedur haben sich mehrere Forschergruppen rund um die Welt auf die Suche nach dem Zerfall gemacht. Manche von ihnen können möglicherweise schon Ende dieses Jahres beantworten, ob es ihn tatsächlich gibt.
Ein definitiver Nachweis, sagt Teilchenphysiker Ettore Fiorini von der Universität Mailand-Bicocca, sei "in der Physik eine der wichtigsten Entdeckungen der vergangenen 100 Jahre". Denn es würde bedeuten, dass das elektrisch neutrale,...
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