Durch Beobachtungen des Himmels im Röntgenlicht können Astrophysiker extreme Vorgänge im Universum erforschen – zum Beispiel Materie, die in starken Gravitations- oder Magnetfeldern um einen kollabierten Stern gefangen ist oder gar in Schwarze Löcher fällt, und Stoßwellen heißen Gases in fernen Galaxienhaufen. Erkenntnisse über solch exotische und energiereiche Prozesse lassen sich nur mit Hilfe von Weltraumteleskopen gewinnen, da die Erdatmosphäre für Röntgenstrahlung völlig undurchlässig ist.
Das Röntgenobservatorium XMM-Newton (X-ray Multi-Mirror Satellite) der Europäischen Weltraumbehörde ESA gehört mit seinem NASA-Pendant Chandra zu den Speerspitzen der astrophysikalischen Forschung. Beide wurden im Jahr 1999

Matthias Ehle ist
Astrophysiker und leitet
die Arbeitsgruppe zur
Benutzerunterstützung und
Beobachtungsplanung mit
XMM-Newton. Von 1997 an
arbeitete er in der Röntgenastronomiegruppe
am Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik, bevor er 2000 zur
ESA nach Madrid wechselte. Er befasst sich mit
nahen Galaxien und deren Wechselwirkung
mit dem umgebenden Medium.
Norbert Schartel ist Physiker
und arbeitet seit 1994
für die Europäische Weltraumbehörde
ESA, zunächst
mit dem International
Ultraviolet Explorer (IUE),
später für XMM-Newton.
Hier ist er seit 2004 als Project Scientist für
alle wissenschaftlichen Aspekte der Mission
verantwortlich. Sein Forschungsschwerpunkt
sind die Röntgenspektren aktiver Galaxien.
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